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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Der Rollerführerschein der Klasse AM kostet in Deutschland meist zwischen 500 und 1.300 Euro. Wie teuer die Ausbildung wird, hängt stark von Fahrschule, Bundesland und der Zahl der benötigten Übungsstunden ab. Erlaubt sind Fahrzeuge bis 45 Kilometer pro Stunde und 50 Kubikzentimeter Hubraum.
Das Wichtigste in Kürze
- Klasse AM kostet meist 500 bis 1.300 Euro, im Schnitt 600 bis 950 Euro
- Mindestalter liegt bei 15 Jahren, gültig zunächst nur im Inland
- Erlaubt sind Roller bis 45 km/h und 50 Kubikzentimeter Hubraum
- Theorie- und Praxisprüfung sind Pflicht, feste Mindeststunden gibt es nicht
Was kostet die Ausbildung zur Klasse AM im Detail
Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Die Anmeldung bei der Fahrschule kostet 100 bis 300 Euro. Theorie- und Praxisstunden schlagen mit weiteren 200 bis 700 Euro zu Buche, abhängig davon, wie viel Übung ein Fahranfänger braucht. Dazu kommen Prüfungsgebühren von 110 bis 130 Euro sowie Kosten für Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs von 30 bis 60 Euro.
| Kostenposition | Preisspanne |
|---|---|
| Anmeldegebühr Fahrschule | 100–300 € |
| Theorie- und Praxisstunden | 200–700 € |
| Prüfungsgebühren | 110–130 € |
| Sehtest und Erste Hilfe | 30–60 € |
| Antrag und Führerscheinausstellung | 40–70 € |
In Bayern liegen die durchschnittlichen Gesamtkosten bei 600 bis 950 Euro, in Niedersachsen bei 550 bis 950 Euro. Regional können die Preise aber deutlich abweichen, besonders in Großstädten mit höheren Fahrschulmieten. Ein Blick auf mehrere Fahrschulen im Umkreis lohnt sich deshalb schon vor der Anmeldung, weil viele Anbieter Pauschalpreise mit unterschiedlichem Leistungsumfang anbieten.
Kurzantwort: Der Rollerführerschein Klasse AM kostet im Durchschnitt 600 bis 950 Euro, in Einzelfällen auch bis zu 1.300 Euro.
Voraussetzungen für die Klasse AM
Das Mindestalter liegt bei 15 Jahren. Wer den Führerschein mit 15 macht, darf allerdings erst ab 16 Jahren auch im Ausland damit fahren. Erlaubt sind Fahrzeuge bis 45 Kilometer pro Stunde bei Verbrennungsmotoren mit maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum oder Elektroantrieb mit bis zu 4 Kilowatt Leistung. Vor der Anmeldung braucht es einen aktuellen Sehtest und einen gültigen Erste-Hilfe-Kurs.
Wie läuft die Theorie- und Praxisprüfung ab
Die theoretische Prüfung besteht aus 30 Fragen. Wer mehr als zehn davon falsch beantwortet, fällt durch. Die praktische Prüfung dauert etwa 45 Minuten und prüft grundlegende Fahraufgaben wie Slalomfahren mit sieben Meter Abstand oder eine Vollbremsung aus 40 Kilometern pro Stunde. Von sieben möglichen Übungen müssen mindestens vier erfolgreich gemeistert werden.
Wie viele Fahrstunden braucht man wirklich
Anders als bei anderen Führerscheinklassen gibt es für die Klasse AM keine gesetzlich vorgeschriebene Mindeststundenzahl. Die Fahrschule entscheidet individuell, wann ein Fahranfänger prüfungsreif ist. Wer bereits Fahrraderfahrung im Straßenverkehr mitbringt, kommt oft mit weniger Übungsstunden aus als völlige Anfänger.
Kurzantwort: Feste Mindeststunden gibt es bei der Klasse AM nicht, die Fahrschule entscheidet je nach Lernfortschritt individuell über den Prüfungstermin.
Unterschied zwischen Roller-, Moped- und Mofa-Führerschein
Die Begriffe werden oft durcheinandergebracht. Ein Mofa mit maximal 25 Kilometern pro Stunde braucht nur eine Prüfbescheinigung ohne echte Fahrprüfung, ab 15 Jahren möglich. Moped und Roller mit bis zu 45 Kilometern pro Stunde benötigen dagegen die vollwertige Fahrerlaubnis Klasse AM mit Theorie- und Praxisprüfung. Wer später ein 125-Kubikzentimeter-Modell fahren möchte, braucht zusätzlich die Klasse A1. Umgangssprachlich wird oft nicht sauber zwischen den Klassen unterschieden, deshalb lohnt sich vor dem Kauf eines Fahrzeugs immer ein Blick in den eigenen Führerschein.
So lassen sich Kosten beim Rollerführerschein senken
Ein Preisvergleich zwischen mehreren Fahrschulen am Wohnort zeigt oft Unterschiede von mehreren Hundert Euro. Zusätzlich hilft eigenständiges Lernen der Theoriefragen per App oder Buch, damit weniger bezahlte Theoriestunden nötig werden. Wer bereits vor der ersten Fahrstunde die Verkehrsregeln kennt, spart häufig zwei bis drei Praxisstunden ein. Manche Fahrschulen bieten außerdem Kombipakete mit Mofa- oder Autoführerschein an, was in Summe günstiger sein kann als getrennte Buchungen.
Fazit
Der Rollerführerschein Klasse AM ist mit meist 600 bis 950 Euro eine der günstigeren Fahrerlaubnisse und schon ab 15 Jahren erreichbar. Wer Preise vergleicht und sich vorab mit der Theorie beschäftigt, drückt die Gesamtkosten zusätzlich unter den regionalen Durchschnitt.
FAQ – Häufige Fragen
Was kostet der Rollerführerschein durchschnittlich?
Im Schnitt liegen die Gesamtkosten bei 600 bis 950 Euro, in Einzelfällen sind auch bis zu 1.300 Euro möglich.
Ab welchem Alter darf man den Rollerführerschein machen?
Das Mindestalter liegt bei 15 Jahren, im Ausland gilt die Fahrerlaubnis der Klasse AM erst ab 16 Jahren.
Welche Fahrzeuge darf man mit der Klasse AM fahren?
Erlaubt sind Roller und Mopeds bis 45 Kilometer pro Stunde mit maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum oder 4 Kilowatt bei Elektroantrieb.
Wie viele Fragen hat die Theorieprüfung für die Klasse AM?
Die Theorieprüfung besteht aus 30 Fragen, mehr als zehn falsche Antworten führen zum Nichtbestehen.
Wie lange dauert die praktische Prüfung?
Die praktische Prüfung dauert etwa 45 Minuten und umfasst mehrere Fahrübungen wie Slalom und Vollbremsung.
Braucht man für die Klasse AM feste Mindeststunden?
Nein, es gibt keine gesetzlich festgelegte Mindeststundenzahl, die Fahrschule entscheidet individuell über die Prüfungsreife.
Was ist der Unterschied zwischen Mofa- und Rollerführerschein?
Ein Mofa mit bis zu 25 km/h braucht nur eine Prüfbescheinigung, ein Roller mit bis zu 45 km/h die vollwertige Fahrerlaubnis Klasse AM.
Kann man mit dem Rollerführerschein auch ein E-Scooter-Modell fahren?
Elektrisch angetriebene Fahrzeuge bis 4 Kilowatt Leistung fallen ebenfalls unter die Klasse AM und dürfen damit gefahren werden.
Wie kann man die Kosten für den Rollerführerschein senken?
Ein Fahrschulvergleich vor Ort und eigenständiges Theorielernen sparen häufig mehrere Hundert Euro an Zusatzstunden.
Braucht man für den Rollerführerschein einen Erste-Hilfe-Kurs?
Ja, ein gültiger Erste-Hilfe-Kurs und ein aktueller Sehtest gehören zu den festen Voraussetzungen für die Anmeldung.
- Was der Mofa-Führerschein kostet
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Quellen
Geschrieben von Tom für frageecke.de. Er ist mit 15 selbst seinen ersten Roller gefahren und weiß noch genau, wie aufgeregt er vor der Prüfung war.

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