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Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten
Ein Kühlschrank sollte im mittleren Fach etwa 7 Grad Celsius haben. Diesen Wert empfehlen das Umweltbundesamt und die Verbraucherzentralen. Viele Hersteller und die EU nennen 4 bis 5 Grad. Beide Werte halten Lebensmittel sicher frisch, 7 Grad spart aber Strom. Das Gefrierfach braucht minus 18 Grad.
Das Wichtigste in Kürze
- Mittleres Fach: rund 7 Grad Celsius.
- Gefrierfach: minus 18 Grad Celsius.
- Jedes Grad kälter kostet rund 6 Prozent mehr Strom.
- Unten über dem Gemüsefach ist es am kältesten, oben und in der Tür am wärmsten.
Wie viel Grad sollte ein Kühlschrank haben? Die Empfehlungen
Die Angaben zur idealen Temperatur gehen leicht auseinander. Das Umweltbundesamt hält 7 Grad im Kühlteil für ausreichend. Die Verbraucherzentralen raten ebenfalls zu höchstens 7 Grad. Hersteller stellen ihre Geräte oft auf 4 oder 5 Grad ein. Der ADAC nennt 5 Grad als Empfehlung der EU.
Alle Angaben beziehen sich auf das mittlere Fach. Dort misst man, wenn man die Temperatur prüfen will. Der Grund für die Unterschiede ist einfach. Kälter hält manche Lebensmittel etwas länger frisch. Wärmer spart Energie.
Kurzantwort: Im mittleren Fach reichen 7 Grad Celsius. Wer empfindliche Lebensmittel lange lagert, kann auf 5 Grad gehen. Kälter als 4 Grad ist im Normalfall nicht nötig.
Die Temperaturzonen im Kühlschrank
In einem normalen Kühlschrank ist es nicht überall gleich kalt. Kalte Luft sinkt nach unten, warme steigt nach oben. Zwischen oben und unten liegen deshalb mehrere Grad. Der ADAC nennt folgende Richtwerte:
| Bereich | Temperatur (ca.) | Passt gut für |
|---|---|---|
| Oberes Fach | 7 bis 10 °C | Käse, Reste, Marmelade, Gebäck |
| Mittlere Fächer | 5 bis 8 °C | Joghurt, Quark, Sahne, Milch, Eier |
| Unteres Fach über dem Gemüsefach | 0 bis 2 °C | Fleisch, Wurst, Fisch |
| Gemüsefach | 8 bis 12 °C | Obst, Gemüse, Salat |
| Tür | 9 bis 11 °C | Butter, Getränke, Soßen |
Die Werte schwanken je nach Gerät, Füllung und Standort. Moderne Geräte mit Umluft haben kleinere Unterschiede. Manche besitzen zusätzlich eine Null-Grad-Zone für Fleisch und Fisch.
Was gehört in welches Fach?
Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt eine klare Ordnung. Fleisch und Fisch liegen unten auf der Glasplatte. Dort ist es am kältesten. Darüber stehen Milchprodukte. Käse und Speisereste kommen ins oberste Fach. Obst, Gemüse und Salat gehören in die Schubladen. Die Tür ist für Butter, Getränke, Soßen und Eier da.
Einige Lebensmittel mögen den Kühlschrank gar nicht. Bananen werden darin braun. Tomaten, Paprika und Melonen verlieren an Aroma. Sie liegen besser in einer kühlen Speisekammer oder in der Obstschale.
Temperatur richtig messen und einstellen
Viele Geräte haben nur einen Drehregler mit Stufen. Eine höhere Zahl bedeutet meist kälter. Welche Stufe 7 Grad ergibt, hängt vom Modell ab. Ein einfaches Kühlschrankthermometer schafft Klarheit.
- Ein Glas Wasser mit dem Thermometer ins mittlere Fach stellen.
- Tür geschlossen lassen, am besten über Nacht.
- Am Morgen den Wert ablesen.
- Regler anpassen und nach einigen Stunden erneut messen.
Das Wasser zeigt die Temperatur stabiler als die Luft. Kurzes Öffnen der Tür verfälscht das Ergebnis dann kaum.
Was eine zu kalte Einstellung kostet
Jedes Grad weniger erhöht den Stromverbrauch um rund 6 Prozent. Das nennen der ADAC und die Verbraucherzentralen. Bei einem Gerät mit etwa 116 Kilowattstunden im Jahr kosten 2 Grad zu viel Kälte rund 5 Euro jährlich. Bei älteren Geräten mit höherem Verbrauch ist der Betrag deutlich größer.
Das Umweltbundesamt nennt klare Grenzwerte für einen Austausch. Verbraucht ein Kühlschrank ohne Gefrierfach mehr als 240 Kilowattstunden im Jahr, lohnt sich aus Klimasicht ein neues Gerät. Bei Kühl-Gefrier-Kombinationen liegt die Grenze bei 340 Kilowattstunden. Ein Strommessgerät zeigt den echten Verbrauch.
Kurzantwort: Zu kalt kostet Geld. Jedes Grad unter dem Bedarf treibt den Stromverbrauch um rund 6 Prozent nach oben.
Woran man eine falsche Einstellung erkennt
Ein paar Anzeichen verraten, dass der Regler nicht passt. Ist es zu kalt, gefrieren Salat oder Gurken an der Rückwand. Getränke in der Tür bekommen Eiskristalle. An der Rückwand bildet sich viel Reif. Ist es zu warm, wird Milch schon vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum sauer. Aufschnitt bekommt schneller einen schmierigen Film. Wer solche Zeichen bemerkt, sollte nachmessen und den Regler um eine Stufe verändern. Nach einer Umstellung braucht das Gerät einige Stunden, bis sich die Temperatur eingependelt hat.
Tipps für einen sparsamen Kühlschrank
- Den Kühlschrank nicht neben Herd, Spülmaschine oder Heizung stellen.
- Warme Speisen erst abkühlen lassen.
- Die Tür nur kurz öffnen.
- Das Gefrierfach bei Eisbildung abtauen.
- Vor einem langen Urlaub auf die wärmste Stufe stellen.
Eine dicke Eisschicht wirkt wie eine Dämmung. Das Gerät muss dann länger laufen. Regelmäßiges Abtauen hält den Verbrauch niedrig.
Fazit
Ein Kühlschrank braucht im mittleren Fach etwa 7 Grad Celsius, das Gefrierfach minus 18 Grad. Unten ist es am kältesten, dort gehören Fleisch und Fisch hin. Ein Thermometer zeigt, ob die Einstellung passt. Wer nicht unnötig kühlt, spart pro Grad rund 6 Prozent Strom.
FAQ – Häufige Fragen
Wie viel Grad sollte ein Kühlschrank im Sommer haben?
Ebenfalls rund 7 Grad im mittleren Fach. Bei großer Hitze kann ein Grad weniger sinnvoll sein.
Sind 4 Grad im Kühlschrank zu kalt?
Nein, 4 Grad schaden den Lebensmitteln nicht. Das Gerät verbraucht aber mehr Strom als bei 7 Grad.
Sind 10 Grad im Kühlschrank zu warm?
Im mittleren Fach ja. Leicht verderbliche Lebensmittel halten dann spürbar kürzer.
Welche Stufe entspricht 7 Grad?
Das hängt vom Gerät ab. Ein Thermometer im mittleren Fach zeigt den echten Wert.
Wo ist der kälteste Platz im Kühlschrank?
Unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach.
Wo ist es im Kühlschrank am wärmsten?
In der Tür und im oberen Fach.
Wie kalt sollte das Gefrierfach sein?
Minus 18 Grad Celsius.
Wie viel Strom spart ein Grad mehr?
Rund 6 Prozent des Verbrauchs.
Gehören Eier in die Kühlschranktür?
Das Bundeszentrum für Ernährung nennt die Tür als Platz für Eier. Im mittleren Fach halten sie wegen der gleichmäßigeren Kälte etwas länger.
Welche Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank?
Bananen, Tomaten, Paprika und Melonen. Sie verlieren Aroma oder werden braun.
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Quellen
- Umweltbundesamt: Kühlschrank
- ADAC: Kühlschrank-Temperatur richtig einstellen
- BZfE: Was gehört wohin im Kühlschrank?

Susanne erklärt digitale Alltagsdinge geduldig und Schritt für Schritt. Wer bei ihr liest, muss nichts vorher wissen.






