Wie lange dauert eine Mammographie? Ablauf einfach erklärt

Veröffentlicht am 27.09.2026 · Lesezeit 4 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Eine Mammographie dauert insgesamt etwa 15 Minuten. Die eigentlichen Röntgenaufnahmen sind nach wenigen Sekunden im Kasten, den größten Teil der Zeit braucht die richtige Positionierung der Brust vor jeder Aufnahme. Der komplette Termin inklusive Anmeldung und Umziehen zieht sich meist auf eine halbe Stunde.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die reine Untersuchung dauert etwa 15 Minuten, der ganze Termin rund 30 Minuten.
  • Pro Brust entstehen üblicherweise zwei Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln.
  • Die Strahlenbelastung liegt bei 0,2 bis 0,4 Millisievert, deutlich unter der jährlichen Umgebungsstrahlung.
  • Beim Screening-Programm liegt das Ergebnis spätestens nach sieben Werktagen per Post vor.

Wie lange dauert die Untersuchung wirklich?

Für die reine Bildgebung reichen wenige Sekunden pro Aufnahme. Die Röntgenassistentin muss die Brust davor jedoch exakt zwischen den beiden Platten des Geräts positionieren, was Zeit kostet und für jede der insgesamt vier Aufnahmen wiederholt wird. Deshalb geben Kliniken und Screening-Zentren übereinstimmend etwa 15 Minuten für die eigentliche Mammographie an. Rechnet man Anmeldung, Aufklärungsgespräch und Umziehen dazu, dauert der gesamte Besuch häufig um die 30 Minuten.

So läuft der Termin ab

Beim Mammographie-Screening nimmt zunächst eine Röntgenassistentin die Patientin in Empfang und fragt nach Beschwerden oder bekannten Brusterkrankungen. Danach wird jede Brust nacheinander zwischen zwei Plexiglasplatten kurz zusammengedrückt, während das Gerät eine Aufnahme von oben nach unten und eine schräge Aufnahme von innen nach außen macht. Die Kompression ist notwendig, damit das Gewebe gleichmäßig verteilt wird und die Bilder aussagekräftig bleiben. Viele Frauen empfinden das als unangenehm, stärkere Schmerzen sind aber selten.

Ablaufschritt Ungefähre Dauer
Anmeldung und Anamnese 5 Minuten
Umziehen und Vorbereitung 5 Minuten
Vier Röntgenaufnahmen 10 bis 15 Minuten
Gesamter Termin etwa 30 Minuten

Kurzantwort: Die Mammographie selbst dauert rund 15 Minuten, der gesamte Praxisbesuch etwa doppelt so lang.

Strahlenbelastung im Vergleich

Eine Mammographie setzt die Brust einer Strahlendosis von etwa 0,2 bis 0,4 Millisievert aus. Zum Vergleich: Die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland liegt im Schnitt bei rund 2,1 Millisievert pro Jahr, allein durch Umgebungsstrahlung und kosmische Strahlung. Die Dosis einer einzelnen Mammographie entspricht damit ungefähr einem Zehntel bis einem Viertel dieser jährlichen Hintergrundstrahlung, moderne digitale Geräte arbeiten zudem strahlungsärmer als ältere Analoggeräte.

Ab welchem Alter zum Screening?

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden in Deutschland alle zwei Jahre automatisch zum kostenlosen Mammographie-Screening eingeladen. Die Altersgrenze wird derzeit schrittweise angehoben, sodass bis Ende 2027 auch Frauen bis 75 Jahre regelmäßig eine Einladung erhalten sollen. Außerhalb dieses Programms können Frauen jeden Alters eine diagnostische Mammographie erhalten, etwa bei einem Tastbefund oder familiärer Vorbelastung, dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten nach ärztlicher Verordnung.

Wann kommt das Ergebnis?

Beim Screening-Programm werden die Aufnahmen von mindestens zwei unabhängigen Fachärztinnen oder Fachärzten befundet. Das Ergebnis kommt spätestens nach sieben Werktagen per Post. Bei einer diagnostischen Mammographie außerhalb des Screenings liegt der Befund oft schneller vor, teils schon am selben Tag, weil die überweisende Praxis das Ergebnis direkt bespricht.

Kurzantwort: Beim Screening dauert es bis zu sieben Werktage, bei einer diagnostischen Mammographie oft nur wenige Stunden bis das Ergebnis vorliegt.

Screening oder diagnostische Mammographie

Beim Screening-Programm werden gesunde Frauen ohne konkreten Verdacht routinemäßig untersucht, um Tumore möglichst früh zu entdecken. Eine diagnostische Mammographie folgt dagegen einem Anlass, etwa einem tastbaren Knoten, Schmerzen oder einer familiären Häufung von Brustkrebs. In diesem Fall ergänzen Ärzte die Röntgenaufnahme häufig um einen Ultraschall der Brust, weil sich dichtes Drüsengewebe im Röntgenbild schwerer beurteilen lässt. Bei jüngeren Frauen mit dichterem Gewebe ist der Ultraschall oft aussagekräftiger als die Mammographie allein.

Was ein Rückruf bedeutet

Wird eine Frau nach dem Screening zu einer weiteren Untersuchung eingeladen, bedeutet das nicht automatisch eine Krebsdiagnose. Rückrufe kommen relativ häufig vor, weil die Radiologinnen und Radiologen im Zweifel lieber genauer hinschauen. Zur Abklärung folgen dann meist zusätzliche Röntgenaufnahmen aus anderen Winkeln, ein Ultraschall oder in selteneren Fällen eine Gewebeprobe, die sogenannte Biopsie. Erst die feingewebliche Untersuchung liefert eine endgültige Diagnose.

Wie bereitet man sich vor?

Ein Termin außerhalb der Regelblutung ist meist angenehmer, weil die Brust dann weniger empfindlich ist. Deodorant, Puder oder Creme im Brust- und Achselbereich sollten vor der Untersuchung entfernt werden, da Rückstände die Bildqualität beeinträchtigen können. Wer bereits frühere Mammographie-Aufnahmen besitzt, sollte diese zum Vergleich mitbringen, damit Veränderungen im Gewebe besser eingeordnet werden können.

Fazit

Eine Mammographie ist mit rund 15 Minuten reiner Untersuchungszeit und niedriger Strahlenbelastung ein überschaubarer Eingriff. Wer den Ablauf kennt und sich gut vorbereitet, übersteht den kurzen Druck der Kompression meist ohne größere Beschwerden und bekommt innerhalb einer Woche Klarheit über das Ergebnis.

FAQ – Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Mammographie insgesamt?

Die reine Untersuchung dauert etwa 15 Minuten, der gesamte Termin rund 30 Minuten.

Tut eine Mammographie weh?

Die Kompression der Brust ist meist unangenehm, starke Schmerzen sind aber selten.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer Mammographie?

Sie liegt bei etwa 0,2 bis 0,4 Millisievert, deutlich unter der jährlichen Umgebungsstrahlung.

Ab welchem Alter wird man zum Screening eingeladen?

Aktuell ab 50 Jahren, die Altersgrenze wird schrittweise bis 75 Jahre angehoben.

Wie oft findet das Mammographie-Screening statt?

Anspruchsberechtigte Frauen können alle zwei Jahre daran teilnehmen.

Wie viele Röntgenaufnahmen werden gemacht?

Üblich sind vier Aufnahmen, jeweils zwei pro Brust aus unterschiedlichen Winkeln.

Wann bekomme ich das Ergebnis?

Beim Screening spätestens nach sieben Werktagen, bei diagnostischen Untersuchungen oft schneller.

Was sollte ich vor der Mammographie beachten?

Deodorant und Creme im Brustbereich vermeiden und frühere Aufnahmen zum Vergleich mitbringen.

Kann ich auch unter 50 eine Mammographie bekommen?

Ja, bei medizinischer Notwendigkeit ist eine diagnostische Mammographie in jedem Alter möglich.

Ist ein auffälliger Befund automatisch Krebs?

Nein, ein auffälliger Befund muss erst durch weitere Untersuchungen wie eine Gewebeprobe abgeklärt werden.

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Quellen

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