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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Die heimische Spargelzeit beginnt je nach Wetter etwa Mitte April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. In diesen gut zehn Wochen kommt frisch gestochener Spargel aus deutschen Feldern auf Märkte und Teller. Wer früher kaufen will, bekommt ab Mitte Februar Importware aus Südeuropa.
Kurzantwort: Spargelzeit in Deutschland dauert von etwa Mitte April bis zum 24. Juni. Den genauen Start bestimmen Bodenwärme und Wetter, das Ende steht fest.
Das Wichtigste in Kürze
- Start: etwa Mitte April, bei kaltem Frühjahr später.
- Ende: 24. Juni (Johannistag), bei frühem Start oft ein bis zwei Wochen eher.
- Importspargel gibt es schon ab Mitte Februar.
- Grünspargel und Weißspargel haben dieselbe Saison.
Wann beginnt die Spargelzeit in Deutschland?
Das Bundeszentrum für Ernährung nennt als traditionellen Start etwa Mitte April. Je nach Witterungsverlauf verschiebt sich der Termin um einige Tage oder Wochen. Nach einem milden Winter und sonnigen Märztagen erwärmt sich der Boden früh. Die ersten Stangen durchbrechen dann den Damm. Ein kaltes, nasses Frühjahr bremst das Wachstum.
Viele Betriebe steuern den Beginn mit Folien. Eine schwarze Außenseite erhöht die Temperatur im Damm und beschleunigt das Wachstum. Eine weiße Außenseite bewirkt das Gegenteil. Deshalb liegt der erste Spargel vom Feld teils schon vor dem offiziellen Termin auf dem Hofladen-Tisch.
Wann endet die Spargelsaison? Johannistag und Bauernregeln
Das offizielle Ende der deutschen Spargelzeit ist der 24. Juni. An diesem Johannistag hören Betriebe traditionell auf zu stechen. Der Tag trägt deshalb den Beinamen „Spargelsilvester“. Auch die Rhabarberernte endet an diesem Datum.
Alte Bauernregeln halten das fest: „Stich den Spargel nie nach Johanni“ und „Kirschen rot, Spargel tot“. Eine weitere Regel lautet: „Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen.“ Der Hintergrund ist praktisch. Die Pflanze braucht den Sommer, um Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.
Hat die Saison wegen günstiger Witterung früh begonnen, ziehen manche Anbauer das Ende um ein bis zwei Wochen vor. Wer also im Juni noch Spargel möchte, sollte nicht bis zur letzten Woche warten.
Spargelzeit im Überblick: Termine und Herkunft
Die folgende Tabelle zeigt, wann welcher Spargel im Handel liegt. Die Angaben stammen vom Bundeszentrum für Ernährung.
| Zeitraum | Herkunft | Was gibt es? |
|---|---|---|
| ab Mitte Februar | Spanien, Griechenland | erster europäischer Bleichspargel |
| Mitte April bis 24. Juni | Deutschland | frisch gestochener Weiß- und Grünspargel |
| Juli bis Januar | Ausland, vor allem Peru (Grünspargel) | Importware, teils tiefgekühlt |
Spargel ist also das ganze Jahr im Angebot. Regionale Frische gibt es aber nur in der Hauptsaison. Importierter Spargel legt lange Transportwege zurück, was Klima und Umwelt stärker belastet.
Weißer Spargel oder Grünspargel: Gibt es Unterschiede bei der Saison?
Beide Sorten gehören zur selben Pflanzenart, Asparagus officinalis. Der Unterschied liegt im Anbau. Bleichspargel wächst unter der Erde in Dämmen und bleibt deshalb hell. Grünspargel wächst über der Erde und bildet durch das Sonnenlicht Blattgrün.
Die Saison ist dieselbe, denn beide Sorten stammen aus denselben Anlagen mit ähnlichem Rhythmus. Grünspargel schmeckt kräftiger und würziger. Er ist meist dünner und muss oft nicht geschält werden. In Deutschland überwiegt der Verzehr von Bleichspargel, weltweit dominiert der grüne.
Kurzantwort: Weißer und grüner Spargel haben dieselbe Saison von Mitte April bis 24. Juni. Weißer Spargel wächst im Damm, grüner darüber.
Woran sich frischer Spargel in der Spargelzeit erkennen lässt
Frische entscheidet über den Geschmack. Je kürzer die Zeit zwischen Stechen und Kochtopf, desto besser schmeckt die Stange. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt folgende Merkmale:
- Die Stangen glänzen leicht und sind prall und knackig.
- Der Kopf ist fest geschlossen.
- Die Schnittenden sehen saftig aus und duften aromatisch.
- Die Stangen quietschen, wenn man sie aneinander reibt.
- Der Fingernagel ritzt die Schale leicht ein, ohne dass die Stange nachgibt.
Braune Flecken stammen vom Spargelrost, einem harmlosen Pilz. Gebrochene oder leicht gekrümmte Stangen kosten deutlich weniger und schmecken genauso gut.
Spargel richtig lagern und einfrieren
Bleichspargel hält sich im Kühlschrank, in ein feuchtes Baumwolltuch gewickelt, etwa ein bis drei Tage. Grünspargel bleibt frisch, wenn er aufrecht in einem Glas mit etwas Wasser steht. Geschälter Spargel wandert am besten noch am selben Tag in den Topf. Wegen der Geruchsaufnahme gehört er nicht neben stark riechende Lebensmittel.
Wer die Spargelzeit verlängern will, friert die Stangen ein. Dazu waschen, schälen und eventuell kurz blanchieren. Tiefgekühlt hält sich Spargel sechs bis zwölf Monate. Er lässt sich unaufgetaut verarbeiten. Beim Kochen von Gemüse kommt es wie bei Brokkoli auf die richtige Garzeit an, denn zu lange gegarte Stangen werden weich und verlieren Biss.
Spargel in Zahlen: Anbau, Verbrauch und Nährwerte
Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche in Deutschland. Laut BZfE wuchs er 2024 auf rund 22.800 Hektar, das sind etwa 18 Prozent der Freiland-Gemüsefläche. Mehr als die Hälfte davon liegt in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Die Erntemenge deckt fast 85 Prozent des Bedarfs. Die Deutschen aßen 2024 rund 1,2 Kilogramm pro Kopf.
Die Stange besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Laut Wikipedia enthalten 100 Gramm rohen Spargels etwa 20 Kilokalorien und rund 20 Milligramm Vitamin C. Wegen des Asparagins und des Kaliums wirkt er harntreibend. Manche Menschen bemerken danach einen strengen Geruch des Urins. Das ist harmlos und geht auf die Asparagusinsäure zurück.
Spargelzeit genießen: Beilagen, Kochzeit und Rezeptideen
Klassisch kommt weißer Spargel mit Salzkartoffeln, Schinken und Sauce hollandaise auf den Tisch. Wer neue Kartoffeln dazu kocht, findet Hinweise zur Garzeit bei den festkochenden Kartoffeln. Grünspargel eignet sich für die Pfanne oder den Grill und passt zu Pasta und Salaten.
Weißen Spargel vom Kopf abwärts mit einem scharfen Sparschäler schälen. Die holzigen Enden schneidet man um ein bis drei Zentimeter ab. Bei Grünspargel reicht es meist, nur die Enden zu kürzen. Für ein schnelles Abendessen passen Würstchen dazu. Zur Garzeit hilft die Übersicht wie lange Wiener kochen weiter.
Fazit
Die Spargelzeit in Deutschland läuft von etwa Mitte April bis zum 24. Juni. Wer heimischen Spargel möchte, kauft am besten frisch beim Erzeuger oder auf dem Wochenmarkt. Importware gibt es früher und später, sie hat aber lange Transportwege hinter sich.
FAQ – Häufige Fragen
Wann ist Spargelzeit in Deutschland?
Etwa von Mitte April bis zum 24. Juni. Der Start hängt vom Wetter und von der Bodentemperatur ab.
Warum endet die Spargelzeit am 24. Juni?
Der Johannistag gilt seit Langem als Stichtag. Danach braucht die Pflanze Ruhe, um Kraft für die nächste Saison zu sammeln.
Gibt es schon vor Mitte April Spargel?
Ja. Ab Mitte Februar kommt Bleichspargel aus Spanien und Griechenland in den Handel. Manche Betriebe ernten mit Folien auch früher.
Hat Grünspargel eine andere Saison als weißer?
Nein. Beide Sorten haben dieselbe Hauptsaison. Sie unterscheiden sich im Anbau und im Geschmack.
Darf man nach dem 24. Juni noch Spargel essen?
Ja. Nur das Stechen in Deutschland endet. Importierter und eingefrorener Spargel bleibt im Angebot.
Woher kommt Spargel außerhalb der Saison?
Grünspargel kommt in den übrigen Monaten überwiegend aus Peru. Im Frühjahr liefern Spanien und Griechenland.
Wie lange hält sich frischer Spargel im Kühlschrank?
Bleichspargel im feuchten Tuch etwa ein bis drei Tage. Grünspargel steht am besten in einem Glas mit etwas Wasser.
Kann man Spargel einfrieren?
Ja. Stangen waschen, schälen und kurz blanchieren. Tiefgekühlt hält er sich sechs bis zwölf Monate.
Warum riecht der Urin nach Spargel?
Die im Spargel enthaltene Asparagusinsäure führt bei manchen Menschen zu einem strengen Geruch. Das ist harmlos.
Wie viel Spargel essen die Deutschen?
Laut BZfE waren es 2024 rund 1,2 Kilogramm pro Kopf. Etwa 85 Prozent stammen aus heimischem Anbau.
Quellen

Nico probiert Apps und Geräte aus, bevor er sie empfiehlt, und schreibt über Tastenkürzel, Einstellungen und Abkürzungen im Alltag.






