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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Mit gesetzlicher Krankenversicherung und ärztlicher Überweisung übernimmt die Kasse die Kosten einer MRT-Untersuchung vollständig, eine Zuzahlung fällt ambulant nicht an. Als Selbstzahler zahlt man je nach Körperregion zwischen 250 und 900 Euro, ein Ganzkörper-MRT kostet 800 bis 2.500 Euro. Wie sich der Preis genau zusammensetzt, zeigt dieser Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Mit Überweisung zahlt die gesetzliche Kasse die MRT-Untersuchung, ambulant ohne Zuzahlung.
- Als Selbstzahler kosten Knie, Kopf oder Wirbelsäule je 250 bis 700 Euro.
- Kontrastmittel schlägt mit 100 bis 250 Euro zusätzlich zu Buche.
- Private Praxen rechnen nach der GOÄ mit einem frei wählbaren Steigerungsfaktor ab.
MRT-Kosten mit gesetzlicher Krankenversicherung
Verordnet ein Arzt die Untersuchung wegen eines konkreten Verdachts, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die vollen Kosten. Eine Zuzahlung wie bei Medikamenten gibt es für die ambulante Kernspintomographie nicht. Nur wer die Untersuchung stationär im Krankenhaus bekommt, zahlt die allgemeine Klinik-Zuzahlung von 10 Euro pro Tag. Ohne Überweisung und ohne medizinische Begründung lehnt die Kasse die Kostenübernahme ab, dann bleibt nur der Weg über den Selbstzahlertarif.
Was kostet ein MRT als Selbstzahler nach Körperregion
Radiologische Praxen bieten Kernspintomographien auch ohne Überweisung an, etwa als Vorsorge-Check oder bei Wartezeiten. Die Preise unterscheiden sich stark nach Körperregion und Praxis. Diese Tabelle zeigt typische Spannen für 2026:
| Körperregion | Preis als Selbstzahler |
|---|---|
| Knie, Schulter, Sprunggelenk | 250 – 500 Euro |
| Kopf | 350 – 700 Euro |
| Wirbelsäule (ein Abschnitt) | 300 – 600 Euro |
| Abdomen oder Becken | 400 – 900 Euro |
| Ganzkörper-MRT | 800 – 2.500 Euro |
Kurzantwort: Ein einzelnes Gelenk-MRT kostet als Selbstzahler meist 250 bis 500 Euro, ein Ganzkörper-Screening 800 Euro und mehr.
Kontrastmittel und Zusatzkosten bei der Kernspintomographie
Braucht die Untersuchung Kontrastmittel, etwa bei Verdacht auf Tumore oder Entzündungen, kommen 100 bis 250 Euro hinzu. Die Höhe hängt von Menge und Präparat ab. Auch ein ausführlicher schriftlicher Befund, eine CD mit den Bilddaten oder eine Zweitmeinung können separat berechnet werden. Vor der Untersuchung lohnt sich deshalb immer ein schriftlicher Kostenvoranschlag der Praxis.
Wie die GOÄ die Preise für ein privates MRT bestimmt
Privatpraxen rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte ab, kurz GOÄ. Jede Leistung hat eine Ziffer mit einem Basiswert, dem sogenannten Einfachsatz. Die Praxis darf diesen Satz mit einem Faktor zwischen 1,0 und 3,5 multiplizieren, je nach Aufwand und Schwierigkeit. Ein Kniegelenk-MRT mit der Ziffer 5729 kostet beim Einfachsatz rund 140 Euro, bei Faktor 1,8 schon über 250 Euro. Der gewählte Faktor erklärt, warum zwei Praxen für dieselbe Untersuchung unterschiedlich viel verlangen.
Kurzantwort: Der Steigerungsfaktor der GOÄ liegt meist zwischen 1,0 und 2,3 und erklärt einen Großteil der Preisunterschiede zwischen Praxen.
MRT-Kosten bei Privatversicherung und Beihilfe
Privat Versicherte reichen die Rechnung der Praxis direkt bei ihrer Versicherung ein. Erstattet wird meist bis zum vereinbarten Steigerungsfaktor im Tarif, oft bis 2,3-fach. Liegt die Rechnung darüber, bleibt ein Eigenanteil. Beihilfeberechtigte sollten vorab prüfen, ob die Untersuchung als beihilfefähig anerkannt ist, sonst drohen ebenfalls Restkosten. Ähnlich wie bei einer Dauerwelle beim Friseur lohnt sich auch hier ein Blick auf die Preisliste, bevor man einen Termin bucht.
MRT ohne Überweisung: Wann sich der Selbstzahlertarif lohnt
Wer lange auf einen Facharzttermin wartet oder eine Untersuchung ohne akuten Verdacht wünscht, kann direkt einen Selbstzahlertermin buchen. Radiologische Praxen bieten dafür oft kurzfristige Termine innerhalb weniger Tage an. Der Nachteil: Die Kosten trägt man komplett selbst, eine spätere Erstattung durch die gesetzliche Kasse ist ausgeschlossen, auch wenn sich im Nachhinein ein Befund ergibt. Wer Kosten grundsätzlich vorab abschätzen will, findet ein ähnliches Prinzip auch bei Preislisten für ein Helix-Piercing, denn auch dort entscheidet die Praxis über den Endpreis.
So läuft die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ab
Der Weg zur kostenlosen MRT-Untersuchung beginnt beim Hausarzt oder Facharzt. Dieser stellt eine Überweisung aus, wenn Beschwerden oder ein Vorbefund die Untersuchung nahelegen. Mit der Überweisung meldet man sich direkt bei einer radiologischen Praxis oder einem Krankenhaus an. Die Praxis rechnet anschließend direkt mit der Krankenkasse ab, Patienten bekommen keine Rechnung zu sehen. Lehnt die Kasse die Übernahme in Ausnahmefällen ab, etwa weil die medizinische Notwendigkeit fehlt, kann man Widerspruch einlegen und den Arzt um eine ausführlichere Begründung bitten. In der Praxis wird das selten nötig, denn die meisten MRT-Anfragen mit ärztlicher Empfehlung werden anstandslos genehmigt.
Fazit
Mit ärztlicher Überweisung kostet eine MRT-Untersuchung gesetzlich Versicherte nichts, private Zusatzkosten entstehen höchstens bei stationärer Behandlung. Wer selbst zahlt, sollte vorher Preise vergleichen und sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben lassen, denn zwischen Praxen liegen oft mehrere Hundert Euro Unterschied für dieselbe Untersuchung.
FAQ – Häufige Fragen
Was kostet eine MRT-Untersuchung ohne Überweisung?
Ohne Überweisung zahlt man als Selbstzahler je nach Körperregion 250 bis 900 Euro, ein Ganzkörper-MRT liegt bei 800 bis 2.500 Euro.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für ein MRT?
Ja, bei medizinischer Notwendigkeit und mit Überweisung übernimmt die Kasse die vollen Kosten ohne ambulante Zuzahlung.
Wie viel kostet ein Kopf-MRT privat?
Ein Kopf-MRT als Selbstzahler kostet meist zwischen 350 und 700 Euro, je nach Praxis und eingesetztem Kontrastmittel.
Warum unterscheiden sich die Preise zwischen Praxen so stark?
Private Praxen dürfen den GOÄ-Steigerungsfaktor zwischen 1,0 und 3,5 selbst wählen, dadurch entstehen für dieselbe Leistung unterschiedliche Endpreise.
Was kostet Kontrastmittel bei der MRT-Untersuchung zusätzlich?
Kontrastmittel kostet üblicherweise 100 bis 250 Euro extra, abhängig von Menge und verwendetem Präparat.
Zahlt die Krankenkasse ein MRT auch ohne konkreten Verdacht?
Nein, ohne medizinische Begründung gilt die Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung und wird nicht erstattet.
Wie viel kostet ein Ganzkörper-MRT als Vorsorge-Check?
Ein Ganzkörper-Screening kostet als Selbstzahlerleistung meist zwischen 800 und 2.500 Euro, abhängig vom Untersuchungsumfang.
Erstattet die private Krankenversicherung die vollen MRT-Kosten?
Meist ja bis zum vertraglich vereinbarten Steigerungsfaktor, oft 2,3-fach, darüber hinaus bleibt ein Eigenanteil bestehen.
Wie lange dauert eine MRT-Untersuchung?
Je nach Körperregion dauert die eigentliche Aufnahme 15 bis 45 Minuten, mit Vorbereitung und Nachgespräch sollte man mehr Zeit einplanen.
Lohnt sich ein Preisvergleich zwischen Radiologiepraxen?
Ja, für dieselbe Untersuchung liegen die Preise je nach Praxis und Steigerungsfaktor oft mehrere Hundert Euro auseinander.
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Quellen

Ariane erklärt Technik so, wie sie es ihrer Mutter am Küchentisch erklären würde. Kurz, ohne Fachwörter, mit Beispiel.






