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Kurzantwort: IT ist die Abkürzung für „Informationstechnik“ beziehungsweise „Informationstechnologie“ und bezeichnet laut Duden die Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Daten mithilfe von Computern, Netzwerken und Software. Der englische Ursprungsbegriff „information technology“ wurde 1958 in einem Artikel der Harvard Business Review geprägt. Heute steht IT für einen ganzen Wirtschaftszweig mit eigenen Berufen, Abteilungen und Sicherheitsanforderungen.
IT-Abteilung, IT-Sicherheit, IT-Beruf: Die zwei Buchstaben stehen praktisch überall, wo Computer und Daten eine Rolle spielen. Trotzdem wissen die wenigsten, was die Abkürzung wörtlich bedeutet und woher sie stammt. Dabei ist der Begriff jünger, als viele denken, und lässt sich bis auf einen einzelnen Fachartikel zurückverfolgen.
Dieser Artikel erklärt die genaue Bedeutung, die Herkunft des Begriffs und die wichtigsten Bereiche, in denen dir IT im Alltag begegnet.
Was die Abkürzung IT genau bedeutet
Laut Duden bezeichnet IT die Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen mithilfe von Computern, Netzwerken und Software. Ausgeschrieben steht IT für „Informationstechnik“ oder gleichbedeutend „Informationstechnologie“ – beide Schreibweisen erkennt der Duden an und verwendet sie synonym.
Bis weit in die 1990er-Jahre hinein war im Deutschen noch häufiger der Begriff „EDV“ gebräuchlich, kurz für „elektronische Datenverarbeitung“. Inhaltlich meint EDV dasselbe wie IT, der Begriff ist im Alltag aber weitgehend von der aus dem Englischen übernommenen Abkürzung IT verdrängt worden. In offiziellen Berufsbezeichnungen und älteren Gesetzestexten taucht EDV bis heute vereinzelt noch auf. Wer heute eine Stellenanzeige mit „EDV-Kenntnisse“ liest, kann das inhaltlich fast immer mit „IT-Kenntnisse“ gleichsetzen.
Inhaltlich lässt sich IT grob in drei Bausteine zerlegen: Hardware, also die physischen Geräte wie Computer, Server und Netzwerktechnik; Software, also die Programme, die auf dieser Hardware laufen; und die Netzwerke, über die Geräte miteinander Daten austauschen. Erst das Zusammenspiel dieser drei Bausteine macht aus einzelnen Rechnern eine funktionierende IT-Infrastruktur, wie sie heute in praktisch jedem Unternehmen und jeder Behörde vorausgesetzt wird. International setzte sich der englische Begriff „information technology“ in der Fachliteratur zunehmend durch und wurde als IT unverändert ins Deutsche übernommen, während der ältere Begriff EDV in der Alltagssprache zunehmend altmodisch klang und aus dem aktiven Wortschatz vieler jüngerer Berufstätiger fast verschwunden ist.
Woher der Begriff kommt
Der englische Ursprungsbegriff „information technology“ tauchte laut mehreren Quellen erstmals 1958 in einem Artikel der Harvard Business Review auf, also lange bevor Computer in Privathaushalten überhaupt denkbar waren. Die Autoren Harold J. Leavitt und Thomas L. Whisler schrieben in ihrem Beitrag „Management in the 1980s“, die neue Technik habe noch keinen einheitlichen Namen, weshalb sie sie „information technology“ nennen wollten. Ihre Definition umfasste damals ausdrücklich drei getrennte Bereiche: schnelle Verarbeitung großer Informationsmengen durch Hochgeschwindigkeitscomputer, den Einsatz statistischer und mathematischer Methoden für Entscheidungen sowie die Simulation höherer Denkprozesse durch eigens dafür geschriebene Computerprogramme.
Von diesem betriebswirtschaftlichen Fachartikel aus verbreitete sich der Begriff in den folgenden Jahrzehnten weltweit und wurde ins Deutsche als Lehnwort übernommen, ohne übersetzt zu werden. Während Leavitt und Whisler 1958 noch vor allem Großrechner und mathematische Entscheidungsmodelle im Blick hatten, deckt IT heute ein weit größeres Feld ab, von Smartphones über Cloud-Speicher bis zu vernetzten Fabrikanlagen.
Wo IT im Alltag vorkommt
In Unternehmen kümmert sich die IT-Abteilung, oft auch IT-Support oder Systemadministration genannt, um Betrieb, Wartung und Absicherung von Computern, Netzwerken und Software. IT-Sicherheit, oft auch Cybersicherheit genannt, schützt Daten und Systeme vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Manipulation – ein Bereich, der mit zunehmender Digitalisierung von Behörden, Schulen und Betrieben an Bedeutung gewinnt. Fällt die IT eines Unternehmens für längere Zeit aus, stehen häufig ganze Arbeitsabläufe still, von der Warenwirtschaft bis zur Kommunikation mit Kunden – ein Ausfall wird so schnell zu einem handfesten wirtschaftlichen Problem, nicht nur zu einer technischen Randnotiz.
Auch als Berufsfeld ist IT fest etabliert: Anerkannte, dreieinhalbjährige Ausbildungsberufe wie Fachinformatiker oder IT-Systemelektroniker sowie zahlreiche Studiengänge der Informatik bilden gezielt für diesen Bereich aus. In Stellenanzeigen taucht IT deshalb sowohl als Abteilungsname als auch als Kompetenzfeld auf, etwa bei der häufigen Formulierung „IT-Kenntnisse erwünscht“. Selbst außerhalb klassischer Computerberufe wird von vielen Beschäftigten heute ganz selbstverständlich ein sicherer Umgang mit IT-Systemen erwartet, weil Buchhaltung, Lagerverwaltung und Kundenkommunikation kaum noch ohne Software auskommen.
IT und Informatik im Vergleich
IT und Informatik werden im Alltag oft verwechselt, meinen aber unterschiedliche Dinge. Informatik ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Grundlagen der Datenverarbeitung befasst, etwa mit Algorithmen, Programmiersprachen oder der Theorie hinter Computersystemen. IT beschreibt dagegen die praktische Anwendung dieser Grundlagen in Unternehmen, Behörden und im privaten Alltag – also den laufenden Betrieb von Systemen, nicht deren wissenschaftliche Erforschung. Ein Informatiker entwickelt möglicherweise neue Software, während die IT-Abteilung dafür sorgt, dass diese Software im Unternehmen zuverlässig läuft. In der beruflichen Praxis überschneiden sich beide Felder trotzdem häufig, weil auch reine IT-Aufgaben zunehmend Programmierkenntnisse voraussetzen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen IT und EDV?
EDV ist der ältere deutsche Begriff für dieselbe Sache, IT hat sich als Kurzform des englischen Begriffs weitgehend durchgesetzt.
Wer hat den Begriff Information Technology geprägt?
Harold J. Leavitt und Thomas L. Whisler, 1958 in einem Artikel der Harvard Business Review.
Was macht eine IT-Abteilung?
Betrieb, Wartung und Absicherung der Computersysteme, Netzwerke und Software eines gesamten Unternehmens.
Welche Ausbildungsberufe gibt es in der IT?
Zum Beispiel Fachinformatiker oder IT-Systemelektroniker, daneben zahlreiche grundständige Informatik-Studiengänge an Universitäten und Hochschulen.
Was bedeutet IT-Sicherheit?
Schutz von Daten und Systemen vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Manipulation.
Ist IT dasselbe wie Informatik?
Nein. Informatik ist die wissenschaftliche Disziplin dahinter, IT beschreibt die praktische Anwendung in Unternehmen und Verwaltung.
Quellen
Geschrieben von Clara, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






