Was bedeutet PC? Personal Computer und mehr erklärt

Kurzantwort: PC steht am häufigsten für „Personal Computer“, einen Computer für die private oder berufliche Einzelnutzung. Der Begriff wurde ab 1981 durch den IBM Personal Computer, Modell 5150, geprägt und wurde danach zum Gattungsnamen für die gesamte Geräteklasse. Daneben steht PC auch für „Political Correctness“, zu Deutsch politische Korrektheit.

PC ist eine der ältesten Computer-Abkürzungen überhaupt und trotzdem nicht eindeutig: Je nach Zusammenhang ist der Rechner auf dem Schreibtisch gemeint oder eine gesellschaftliche Haltung zu diskriminierender Sprache. Beide Bedeutungen existieren seit Jahrzehnten nebeneinander, ohne dass sie inhaltlich irgendetwas miteinander zu tun hätten.

Dieser Artikel erklärt beide Bedeutungen, den historischen Ursprung des Begriffs und die Abgrenzung zu Laptop und Mac – inklusive der technischen Eckdaten, mit denen 1981 alles begann.

PC als Personal Computer

Computer für den privaten oder betrieblichen Einzelgebrauch gab es bereits vor 1981, etwa den Apple II von 1977 oder verschiedene Homecomputer kleinerer Hersteller in Europa und den USA. Den entscheidenden Durchbruch für den Einsatz in Büros und größeren Unternehmen brachte aber erst der Marktauftritt von IBM, weil Firmenkunden dem etablierten und als seriös geltenden Markennamen deutlich mehr vertrauten als kleineren, noch unbekannten Herstellern.

Am 12. August 1981 stellte IBM seinen Personal Computer vor, offiziell als Modell 5150 bezeichnet. Er basierte auf einem Intel-8088-Prozessor mit 4,77 Megahertz Takt, kam serienmäßig mit 16 Kilobyte Arbeitsspeicher und kostete zum Marktstart 1.565 US-Dollar, was inflationsbereinigt heute einem deutlich höheren Betrag entspricht. Mitgeliefert wurden die Tabellenkalkulation VisiCalc und die Textverarbeitung EasyWriter, als Betriebssystem diente MS-DOS von Microsoft, das Microsoft eigens für dieses Projekt lizenzierte.

Entscheidend für den Erfolg war die offene Architektur des IBM PC: Andere Hersteller konnten technisch kompatible Geräte und passendes Zubehör bauen, wodurch sich rund um diesen Standard schon nach kurzer Zeit ein ganzes Ökosystem aus Hard- und Software entwickelte. Genau diese Offenheit machte „PC“ vom Modellnamen eines einzelnen Geräts zum allgemeinen Gattungsbegriff für jeden IBM-kompatiblen Computer. Konkurrenzhersteller wie Compaq brachten schon wenige Jahre später eigene, technisch kompatible Nachbauten auf den Markt, was den Preis für PCs deutlich senkte und die Verbreitung zusätzlich beschleunigte.

Wie sich der PC seither verändert hat

Aus dem sperrigen Tower-Gehäuse der 1980er-Jahre sind heute ganz unterschiedliche Bauformen geworden: klassische Desktop-Rechner, kompakte Mini-PCs und tragbare Laptops mit eingebautem Bildschirm und Akku. Im engeren technischen Sinn zählt ein Apple-Mac nicht zu den PCs, weil Apple-Rechner traditionell eine andere Systemarchitektur nutzen als IBM-kompatible Geräte. Umgangssprachlich wird PC im Deutschen trotzdem oft für jeden Computer verwendet, unabhängig vom Hersteller.

Auch die Nutzung hat sich verschoben: Der PC der 1980er-Jahre diente vor allem der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation im Büro. Heute übernimmt ein PC je nach Ausstattung auch Aufgaben wie Videobearbeitung, Gaming oder Softwareentwicklung, während einfache Alltagsaufgaben wie Surfen oder Nachrichten schreiben zunehmend auf Smartphones und Tablets wandern. Trotzdem bleibt der klassische PC für rechenintensive Aufgaben und für die Arbeit mit mehreren Bildschirmen oft die praktischere Wahl, weil sich Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte einzeln austauschen und aufrüsten lassen – anders als bei den meisten Laptops oder mobilen Geräten.

Im Handel wird der Begriff PC deshalb bis heute vor allem für stationäre Geräte mit separatem Gehäuse, Monitor, Tastatur und Maus verwendet, während Laptop, Notebook oder Tablet die tragbaren Varianten bezeichnen. In Stellenanzeigen taucht „PC-Kenntnisse“ meist unabhängig von der konkreten Bauform auf und meint schlicht den routinierten Umgang mit Standardsoftware wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail. Wer diese Kenntnisse mitbringt, kommt in aller Regel auch mit einem Laptop zurecht, weil sich die Bedienung beider Bauformen kaum unterscheidet.

PC als Political Correctness

In gesellschaftlichen Debatten steht PC für „Political Correctness“. Laut Duden ist damit eine Haltung gemeint, die alle Ausdrücke und Handlungen ablehnt, durch die jemand aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, sozialer Klasse, körperlicher oder geistiger Behinderung oder sexueller Orientierung diskriminiert wird. Sprachlich richtet sich politisch korrekte Sprache vor allem gegen sogenannte Schimpfwörter, die ganze Gruppen pauschal abwerten, etwa veraltete oder abwertende Bezeichnungen für Menschen mit Behinderung oder für Minderheiten.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum und wurde als politisches Schlagwort ins Deutsche übernommen. Er wird in der öffentlichen Diskussion unterschiedlich bewertet: Befürworter sehen darin einen Beitrag zu respektvollerem Sprachgebrauch, Kritiker befürchten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Diese Doppelbedeutung sorgt gelegentlich für Verwirrung, wenn in ein und demselben Gespräch einmal vom Rechner und einmal von politisch korrekter Sprache die Rede ist, ohne dass die Abkürzung eingeordnet wird.

In geschriebenen Texten hilft meist der Zusammenhang weiter: Steht PC neben Begriffen wie Prozessor, Software oder Arbeitsspeicher, ist der Rechner gemeint. Steht PC dagegen im selben Satz wie Diskriminierung, Sprache oder Gesellschaft, geht es fast immer um Political Correctness. Diese einfache Faustregel funktioniert in den allermeisten Alltagssituationen zuverlässig.

Häufige Fragen

Wann kam der erste PC auf den Markt?

Der IBM Personal Computer, Modell 5150, erschien am 12. August 1981.

Was hatte der erste PC für eine Leistung?

Einen Intel-8088-Prozessor mit 4,77 MHz Takt und 16 Kilobyte Arbeitsspeicher, verkauft für 1.565 US-Dollar.

Ist ein Mac auch ein PC?

Im engeren technischen Sinn nicht, weil Apple-Rechner eine andere Architektur nutzen. Umgangssprachlich wird PC aber oft für jeden Computer verwendet.

Was bedeutet PC im gesellschaftlichen Kontext?

Political Correctness, eine Haltung, die diskriminierende Ausdrücke und Handlungen ablehnt.

Woher kommt der Begriff Political Correctness?

Aus dem englischsprachigen Raum, als politisches Schlagwort in gesellschaftlichen Debatten.

Was ist der Unterschied zwischen PC und Laptop?

Ein PC ist meist ein stationärer Rechner, ein Laptop die tragbare Variante mit eingebautem Bildschirm und Akku.

Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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