Was bedeutet Hallo auf Englisch? Hello, hi und mehr

Kurzantwort: „Hallo“ heißt auf Englisch hello. Im lockeren Gespräch sagen die meisten hi oder hey. Förmlich grüßt du nach Tageszeit: good morning, good afternoon, good evening. Am Telefon meldest du dich mit „Hello?“.

Die Übersetzung ist einfach, die Wahl des richtigen Grußes nicht immer. Englisch unterscheidet stärker als Deutsch zwischen locker und förmlich, und zwischen britischem und amerikanischem Sprachgebrauch gibt es Unterschiede.

Hier bekommst du eine Übersicht: welcher Gruß wann passt, wie du in E-Mails beginnst, was du besser vermeidest und woher das Wort hello überhaupt stammt.

Hello, hi, hey: die drei Standardgrüße

Hello ist die neutrale Form. Sie passt immer, gegenüber Fremden ebenso wie unter Kollegen.

Hi ist die häufigste Alltagsform. Sie klingt freundlich und ist im Berufsleben längst üblich, auch in E-Mails an Kundinnen und Kunden.

Hey ist am lockersten. Unter Freunden ist es normal, in einer Bewerbung wäre es unpassend.

Dazu kommen zwei Varianten, die weicher klingen als der bloße Gruß: Hi there und Hello there. Beide passen, wenn du jemanden ansprichst, dessen Namen du nicht kennst. Habt ihr euch lange nicht gesehen, sagst du Long time no see oder Good to see you again.

Aussprache

Hello wird auf der zweiten Silbe betont: he-lo. Britisch klingt das Ende eher wie „ləʊ“, amerikanisch wie „loʊ“. Die erste Silbe ist unbetont und wird kurz gemurmelt.

Grüße nach Tageszeit

Diese Formen sind höflich und wirken nie zu vertraulich:

Good morning – vom Aufstehen bis mittags.
Good afternoon – ab etwa zwölf Uhr bis zum frühen Abend.
Good evening – ab etwa sechs Uhr abends.
Good night – kein Gruß zur Begrüßung, sondern zum Abschied vor dem Schlafengehen.

Im Vorbeigehen werden diese Formen oft gekürzt. „Morning!“ statt Good morning ist im Büro völlig normal, „Evening!“ ebenso. Das klingt freundlich und spart Zeit, wirkt im ersten Kontakt mit Kunden aber zu knapp.

Der Klassiker good day ist im britischen und amerikanischen Alltag ungebräuchlich und klingt altmodisch. In Australien hörst du dagegen häufig g’day.

Formell grüßen: how do you do

How do you do ist eine sehr förmliche Begrüßung beim ersten Kennenlernen. Sie ist keine echte Frage. Die passende Antwort ist die gleiche Formel zurück, nicht ein Bericht über dein Befinden. Heute wirkt sie in weiten Teilen des Sprachraums veraltet.

Gängiger ist bei Vorstellungen: Nice to meet you oder Pleased to meet you.

How are you? ist dagegen ein alltäglicher Gruß und wird meist knapp beantwortet, etwa mit Fine, thanks – and you?.

Britisch und amerikanisch

Im Vereinigten Königreich hörst du oft You alright? oder kurz Alright?. Das ist ein Gruß, keine Sorge um deine Gesundheit. Eine Antwort wie Yeah, you? genügt. Ebenfalls verbreitet: Hiya und Morning als Kurzform.

In den USA ist Hey als Gruß sehr häufig, dazu What’s up? und How’s it going?. Howdy ist regional, vor allem in Texas und dem Süden. In Hawaii ist Aloha gebräuchlich.

Ein Unterschied fällt Deutschen oft auf: Im Englischen gehört meist eine kurze Floskel zum Gruß dazu. Nur „Hello“ und dann Schweigen wirkt abweisend. Üblich ist die Kette aus Gruß, Frage und Gegenfrage, also etwa „Hi, how are you?“ und darauf „Good, thanks, and you?“. Das ist Höflichkeit, kein echtes Gespräch über das Befinden.

Am Telefon und in E-Mails

Telefon

Du meldest dich mit „Hello?“. Im Beruf folgt der Name: „Hello, Anna Krause speaking.“ Wenn du jemanden nicht verstehst, hilft „Sorry, could you repeat that?“.

E-Mail und Brief

Kennst du den Namen, schreibst du förmlich Dear Mr Weber oder Dear Ms Weber. Kennst du ihn nicht, nutzt du Dear Sir or Madam. Im britischen Englisch steht nach der Anrede oft kein Punkt hinter Mr und Ms, im amerikanischen dagegen schon.

Halb förmlich und heute sehr üblich ist Hi Sarah oder Hello Sarah. Im Team reicht meist Hi all oder Hi everyone.

Für den Schluss gilt im britischen Englisch eine alte Regel. Hast du mit Dear Mr Weber begonnen, endest du mit Yours sincerely. Hast du mit Dear Sir or Madam begonnen, endest du mit Yours faithfully. Im Alltag schreiben die meisten heute Kind regards oder Best regards, damit liegst du fast immer richtig.

Woher das Wort hello kommt

Hello ist jünger, als viele denken. Merriam-Webster gibt als erste bekannte Verwendung das Jahr 1827 an. Verwandt sind ältere Rufe wie hallo, holla und hollo, mit denen man Aufmerksamkeit erregte, etwa auf der Jagd oder über größere Entfernung.

Zum festen Gruß wurde hello mit dem Telefon. Thomas Edison setzte sich dafür ein, Anrufe mit „Hello“ zu beantworten, während Alexander Graham Bell zeitlebens „Ahoy“ bevorzugte. Edisons Vorschlag setzte sich durch. Die frühen Telefonvermittlerinnen wurden in den USA deshalb hello girls genannt.

Häufige Fragen

Ist hello oder hi höflicher?

Hello wirkt etwas formeller, hi lockerer. Beides ist im Beruf üblich und niemals unhöflich.

Kann ich hey im Job schreiben?

Unter Kolleginnen und Kollegen ja, im Erstkontakt mit Kunden besser nicht. Dort passt hello oder dear.

Wie antworte ich auf how are you?

Kurz und positiv: Fine, thanks. And you? Eine ausführliche Antwort erwartet niemand.

Was heißt Hallo zusammen auf Englisch?

Hi everyone, Hi all oder Hello everybody. Für Vorträge passt Good morning, everyone.

Sagt man good day auf Englisch?

Im Alltag kaum. In Großbritannien und den USA klingt es veraltet, in Australien ist g’day dagegen normal.

Wie schreibt man hello richtig?

Mit zwei l und einem o am Ende: hello. Die Schreibweise „hallo“ ist deutsch, „helo“ ist falsch.

Quellen

Merriam-Webster – hello
Cambridge Dictionary – hello
Wikipedia – Hello

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Clara, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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