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Kurzantwort: Exportieren heißt, Waren oder Dienstleistungen ins Ausland zu verkaufen und dorthin zu liefern. Das Gegenteil ist importieren. Am Computer bedeutet exportieren, Daten aus einem Programm in eine Datei zu schreiben, etwa als CSV oder PDF. Das Wort stammt vom lateinischen exportare, hinaustragen.
Das Wort begegnet dir in zwei völlig verschiedenen Zusammenhängen. In den Nachrichten geht es um Handel, im Programmmenü um eine Datei.
Beide Bedeutungen haben denselben Kern: Etwas verlässt einen abgegrenzten Bereich und geht nach draußen.
Hier stehen beide Seiten, mit den Zahlen und Regeln, die im Alltag wirklich vorkommen.
Woher das Wort kommt
Grundlage ist das lateinische exportare. Es setzt sich zusammen aus ex- für hinaus und portare für tragen.
Im 18. Jahrhundert kam der Begriff über die Kaufmannssprache ins Deutsche, zusammen mit dem Gegenstück importieren.
Verwandt sind Export, Exporteur, Exportquote und die Ausfuhr als deutsches Wort für dieselbe Sache.
Dieselbe Wurzel portare steckt in Transport, Porto und Portier.
Exportieren im Handel
Ein Export liegt vor, wenn eine Ware oder Dienstleistung an einen Abnehmer im Ausland verkauft wird. Der Wert fließt in die Handelsbilanz eines Landes ein.
Übersteigen die Exporte die Importe, spricht man von einem Exportüberschuss. Im umgekehrten Fall von einem Handelsbilanzdefizit.
Nicht jeder Export ist eine Warenlieferung. Auch Software, Beratung, Versicherungen und Tourismus zählen dazu, dann als Dienstleistungsexport.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ausfuhr und Versendung. Eine Lieferung in ein Land außerhalb der EU heißt Ausfuhr, eine Lieferung innerhalb des Binnenmarkts heißt Versendung.
Die Zahlen für Deutschland
Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2024 Warenexporte im Wert von 1.555,4 Milliarden Euro aus. Die Importe lagen bei 1.316,3 Milliarden Euro.
Daraus ergab sich ein Exportüberschuss von 239,1 Milliarden Euro.
Gegenüber 2023 sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 1,0 Prozent, die Importe um 2,8 Prozent.
Wichtigste Abnehmer deutscher Waren sind seit Jahren die Vereinigten Staaten, gefolgt von Frankreich, den Niederlanden und weiteren EU-Staaten. Zu den wichtigsten Ausfuhrgütern zählen Kraftfahrzeuge, Maschinen sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse.
Was beim Export zu beachten ist
Für Lieferungen in Länder außerhalb der EU verlangt der Zoll eine Ausfuhranmeldung. Sie ist ab einem Warenwert von 1.000 Euro oder einem Gewicht von 1.000 Kilogramm vorgeschrieben.
Abgegeben wird sie elektronisch über das System ATLAS. Seit dem 1. Juli 2009 ist der Papierweg nicht mehr vorgesehen.
Bei Sendungen zwischen 1.000 und 3.000 Euro ist ein vereinfachtes einstufiges Verfahren möglich. Darüber läuft die Anmeldung zweistufig über das Binnenzollamt.
Dazu kommen Ausfuhrgenehmigungen für bestimmte Güter, etwa Rüstungsgüter und Waren mit doppeltem Verwendungszweck. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Umsatzsteuerlich sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Der Nachweis läuft über den Ausgangsvermerk des Zolls.
Für Privatpersonen gelten diese Pflichten in abgeschwächter Form. Wer ein Paket in die Schweiz oder nach Großbritannien schickt, füllt eine Zollinhaltserklärung aus und gibt Inhalt und Wert an.
Für den Empfänger fallen dort in der Regel Einfuhrabgaben an. Das ist der Grund, warum Sendungen manchmal beim Zollamt abgeholt werden müssen.
Exportieren am Computer
In Software heißt exportieren, Daten aus einem Programm heraus in eine Datei zu schreiben. Das Gegenstück ist importieren.
Der Zweck ist der Austausch. Eine Tabelle wird als CSV exportiert, ein Layout als PDF, ein Video als MP4, Kontakte als vCard.
Wichtig ist der Unterschied zum Speichern. Beim Speichern bleibt das Arbeitsformat erhalten, beim Exportieren entsteht eine neue Datei in einem anderen Format, meist ohne Bearbeitungsmöglichkeit.
Ein Recht auf Export gibt es auch: Artikel 20 der Datenschutz-Grundverordnung sichert die Datenübertragbarkeit zu. Anbieter müssen personenbezogene Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format herausgeben.
Praktisch bedeutet das die Möglichkeit, das eigene Postfach, die Fotosammlung oder den Chatverlauf herunterzuladen, bevor man einen Dienst wechselt.
Große Anbieter haben dafür eigene Werkzeuge. Bei Google heißt die Funktion Takeout, bei Apple und Meta laufen sie unter Begriffen wie Datenkopie oder Informationen herunterladen.
Zu beachten ist der Umfang. Ein vollständiger Export kann mehrere Gigabyte groß sein und wird oft in Teilarchiven bereitgestellt, die einzeln geladen werden müssen.
Die Bereitstellung dauert außerdem Zeit. Viele Dienste melden sich erst nach Stunden oder Tagen per Mail, wenn die Datei fertig ist.
Typische Fehler beim Datenexport
Der häufigste Ärger entsteht bei CSV-Dateien. Der Name steht für comma-separated values, in deutschen Programmen wird jedoch oft das Semikolon als Trennzeichen verwendet.
Öffnet Excel eine solche Datei mit falscher Einstellung, landet alles in einer Spalte. Abhilfe schafft der Import über die Funktion „Daten abrufen“ statt des Doppelklicks.
Der zweite Klassiker ist die Zeichenkodierung. Fehlt beim Export UTF-8, werden Umlaute zu Zeichenfolgen wie „ü“. Viele Programme bieten die Kodierung im Exportdialog zur Auswahl an.
Auch Datumsangaben verrutschen gern. Der 03.04.2026 wird beim Import in ein englisch eingestelltes Programm zum 4. März. Ein Export im Format JJJJ-MM-TT vermeidet das.
Vor dem Wechsel eines Anbieters lohnt sich eine Probe: exportieren, die Datei öffnen und stichprobenartig prüfen, ob Zahlen, Umlaute und Daten stimmen.
Häufige Fragen
Was heißt exportieren einfach erklärt?
Etwas nach draußen bringen: Waren ins Ausland verkaufen oder Daten aus einem Programm in eine Datei schreiben.
Was ist das Gegenteil von exportieren?
Importieren, also einführen beziehungsweise Daten einlesen.
Ab wann braucht man eine Ausfuhranmeldung?
Bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder ab 1.000 Euro Warenwert oder 1.000 Kilogramm.
Wie viel exportiert Deutschland?
2024 waren es Waren im Wert von 1.555,4 Milliarden Euro, so das Statistische Bundesamt.
Was ist der Unterschied zwischen Ausfuhr und Versendung?
Ausfuhr geht in ein Land außerhalb der EU, Versendung innerhalb des Binnenmarkts.
Was heißt Daten exportieren?
Sie werden in eine Datei geschrieben, damit ein anderes Programm sie lesen kann, etwa als CSV.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Außenhandel Dezember und Jahr 2024
- Zoll: Ausfuhrverfahren
- Duden: exportieren
- EUR-Lex: Datenschutz-Grundverordnung, Artikel 20
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Geschrieben von Clara, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






