Woran ist Xatar gestorben? Der belegte Stand der Dinge

Kurz gesagt: Der Rapper Xatar, bürgerlich Giwar Hajabi, wurde am Abend des 8. Mai 2025 tot in einer Kölner Wohnung gefunden; auf seinem Grabstein steht der 7. Mai als Todestag. Er wurde 43 Jahre alt. Die Obduktion ergab keine Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung. Eine amtlich veröffentlichte Todesursache gibt es nicht — seine Witwe nannte im Mai 2026 in einer ARD-Dokumentation einen Herzstillstand.

Was gesichert ist

Xatar wurde am Abend des 8. Mai 2025 in einer Wohnung in Köln leblos aufgefunden. Die Polizei schloss nach ersten Ermittlungen ein Fremdverschulden aus. Eine Obduktion wurde durchgeführt und ergab keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung.

Auf dem Grabstein ist der 7. Mai 2025 als Todestag angegeben, während der Fundtag der 8. Mai war. Diese Abweichung erklärt, warum in Berichten beide Daten kursieren. Beides ist korrekt, es bezeichnet nur unterschiedliche Zeitpunkte.

Eine offizielle Todesursache wurde von Behördenseite nicht veröffentlicht. Das ist bei natürlichen Todesfällen der Regelfall, weil solche Angaben zum geschützten Persönlichkeitsbereich gehören. Angehörige entscheiden selbst, ob sie etwas mitteilen.

Was die Witwe gesagt hat

In der ARD-Dokumentation „XATAR – Ein Leben ist nicht genug“, die im Mai 2026 erschien, sprach seine Witwe Farvah Hajabi von einem Herzstillstand als Todesursache. Diese Angabe stammt damit aus dem persönlichen Umfeld, nicht aus einer behördlichen Mitteilung. Sie ist die einzige öffentlich benannte Ursache.

In der Berichterstattung kursierten zuvor unterschiedliche Vermutungen, unter anderem ein zweiter Schlaganfall. Solche Angaben beruhten auf Spekulation und nicht auf belegten Quellen. Sie sollten entsprechend eingeordnet werden.

Wer Genaueres wissen will, ist auf die Aussagen der Familie angewiesen. Weitere Veröffentlichungen sind nicht zu erwarten. Das ist bei Todesfällen ohne Ermittlungsverfahren üblich.

Die Vorgeschichte

Xatar erlitt 2021 einen Schlaganfall und sprach danach öffentlich über seine Gesundheit. Er stellte seinen Lebensstil um, ließ eine Magenverkleinerung vornehmen und verlor über fünfzig Kilogramm. Diese Veränderung dokumentierte er selbst in Interviews.

Zuvor hatte er von einem Gewicht um 150 Kilogramm berichtet und davon, dass ihn ein Arzt vor einem Herzinfarkt gewarnt habe. Diese Angaben stammen aus seinen eigenen Aussagen. Sie sind damit belegt, anders als spätere Deutungen des Todesfalls.

Ob und wie diese Vorgeschichte mit dem Tod zusammenhängt, lässt sich von außen nicht beurteilen. Medizinische Schlüsse aus öffentlich bekannten Angaben sind unseriös. Darüber kann nur ein rechtsmedizinischer Befund Auskunft geben.

Wer Xatar war

Giwar Hajabi wurde 1981 im Iran als Sohn kurdischer Eltern geboren und kam als Kind nach Deutschland, wo die Familie in Bonn lebte. Sein Vater war Komponist und Musiker. Der Künstlername Xatar bedeutet im Kurdischen ungefähr Gefahr.

Bekannt wurde er als Rapper und später als Labelbetreiber, der mehrere erfolgreiche Künstler aufbaute. Seine Alben erreichten wiederholt die Spitzenplätze der Charts. Damit gehörte er zu den einflussreichsten Figuren des deutschsprachigen Rap.

Große Aufmerksamkeit erhielt seine Biografie durch einen Goldraub im Jahr 2009, für den er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Er thematisierte das später offen in Büchern, Interviews und einer Verfilmung. Diese Offenheit prägte sein öffentliches Bild.

Die Verfilmung und die Dokumentation

Sein Leben wurde 2021 unter dem Titel „Rheingold“ von Fatih Akin verfilmt, der Film kam 2022 in die Kinos. Xatar war an der Entstehung beteiligt und begleitete das Projekt öffentlich. Der Film erzählt Kindheit, Flucht und den Goldraub.

Nach seinem Tod erschien 2026 die ARD-Dokumentation, in der Weggefährten und Familie zu Wort kommen. Sie ist derzeit die ausführlichste öffentliche Quelle zu den Umständen. Auch dort bleiben medizinische Details knapp.

Für Interessierte sind beide Produktionen der sachlichste Zugang. Sie beruhen auf Interviews mit Beteiligten. Boulevardberichte greifen dagegen häufig auf unbelegte Angaben zurück.

Warum so viel spekuliert wurde

Beim Tod bekannter Personen entsteht regelmäßig eine Lücke zwischen öffentlichem Interesse und verfügbaren Informationen. In diese Lücke rücken Vermutungen, die sich über soziale Netzwerke schnell verbreiten. Einmal in Umlauf, werden sie zitiert, als wären sie belegt.

Im vorliegenden Fall kamen ein früherer Schlaganfall und die bekannte Vorgeschichte hinzu, was Deutungen begünstigte. Auch das kriminelle Vorleben führte zu Spekulationen über Fremdeinwirkung. Die Obduktion widerlegte diese Annahme.

Wer solchen Meldungen begegnet, sollte auf die Quelle achten: Behörden, große Nachrichtenredaktionen und Aussagen der Familie sind belastbar, anonyme Beiträge nicht. Diese Unterscheidung ist der einzige verlässliche Filter.

Was rechtlich gilt

Das Persönlichkeitsrecht wirkt über den Tod hinaus fort, weshalb Behörden Gesundheitsdaten Verstorbener nicht veröffentlichen. Angehörige können sich äußern, müssen es aber nicht. Ein öffentliches Interesse begründet keinen Auskunftsanspruch.

Der Presserat mahnt in seinen Richtlinien Zurückhaltung bei der Berichterstattung über Todesfälle und Krankheiten an. Insbesondere Spekulationen über Ursachen gelten als unzulässig. Beschwerden dazu werden regelmäßig behandelt.

Für Leser bedeutet das: Fehlt eine offizielle Angabe, ist das kein Hinweis auf Verschleierung. Es ist der Normalfall. Wer daraus Rückschlüsse zieht, überschreitet die Grenze zur Spekulation.

Die Reaktionen

Nach der Nachricht meldeten sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus dem deutschsprachigen Rap zu Wort, darunter Weggefährten aus seinem eigenen Label. Auch außerhalb der Szene fand sein Tod breite Aufmerksamkeit, weil seine Biografie über die Musik hinaus bekannt war. Zeitungen und Rundfunkanstalten berichteten ausführlich.

Sein Label führte die Arbeit fort, mehrere angekündigte Veröffentlichungen erschienen wie geplant. Über die weitere Verwendung unveröffentlichten Materials entscheiden die Rechteinhaber. Solche Fragen ziehen sich bei bekannten Künstlern meist über Jahre.

Für Fans gilt bei allen Meldungen dasselbe wie bei anderen Themen: Angaben ohne benannte Quelle sind mit Vorsicht zu behandeln. Gerade nach Todesfällen kursieren Falschmeldungen besonders schnell. Ein Abgleich mit etablierten Redaktionen klärt das meist innerhalb von Minuten.

Häufige Fragen

Wann ist Xatar gestorben?

Er wurde am 8. Mai 2025 tot aufgefunden.

Wie alt wurde er?

43 Jahre.

Was ergab die Obduktion?

Keine Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung.

Gibt es eine offizielle Todesursache?

Nein, sie wurde nicht veröffentlicht.

Was sagte seine Witwe?

Sie nannte 2026 einen Herzstillstand.

Hatte er Vorerkrankungen?

2021 erlitt er einen Schlaganfall.

Wie hieß er bürgerlich?

Giwar Hajabi.

Wo findet man verlässliche Informationen?

In der ARD-Dokumentation von 2026 und großen Nachrichtenredaktionen.

Wie wurde auf seinen Tod reagiert?

Mit breiter Anteilnahme aus Musikszene und Medien.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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