Was bedeutet GOAT? Bedeutung, Herkunft und Beispiele

Kurzantwort: GOAT ist die Abkürzung für „Greatest Of All Time“, also „der oder die Größte aller Zeiten“. Gemeint ist die beste Person in einem Bereich, meist im Sport oder in der Musik. Weil das englische Wort „goat“ zugleich „Ziege“ heißt, steht das Ziegen-Emoji für dasselbe Lob.

Unter Sportvideos, in Kommentarspalten und in Chats liest du ständig „GOAT“ oder siehst nur ein kleines Ziegenbild. Gemeint ist beides Mal ein Superlativ.

Wer die Abkürzung nicht kennt, versteht das Emoji falsch. Mit dem Tier hat das Lob nichts zu tun, es ist ein reines Wortspiel.

Hier findest du die Auflösung der Abkürzung, die Geschichte des Ausdrucks, seine Verwendung im Deutschen und die ältere, gegenteilige Bedeutung von „goat“.

Wofür GOAT steht

GOAT ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben von Greatest Of All Time. Übersetzt heißt das: die oder der Größte aller Zeiten.

Geschrieben wird die Abkürzung meist in Großbuchstaben, seltener mit Punkten als G.O.A.T. Gesprochen wird sie wie das englische Wort für Ziege, also etwa „goht“.

Grammatisch benutzt man sie im Deutschen wie ein Nomen mit Artikel: „Sie ist die GOAT ihres Sports.“ In lockerer Sprache steht sie auch adjektivisch, etwa „der Song ist goat“. Eine Steigerung gibt es nicht, denn mehr als der Größte aller Zeiten geht nicht.

Das Ziegen-Emoji übernimmt die Rolle der Abkürzung. Es ersetzt in Kommentaren ganze Sätze und funktioniert über Sprachgrenzen hinweg.

Verwandt sind Formulierungen wie „Legende“, „Ikone“ oder „Rekordhalter“. GOAT geht darüber hinaus und behauptet die Spitze über alle Epochen hinweg.

Woher der Ausdruck kommt

Der Ursprung liegt bei Muhammad Ali. Der Boxer nannte sich selbst „the greatest“ und sprach schon in den Sechziger- und Siebzigerjahren davon, der Größte aller Zeiten sein zu wollen.

1992 gründete seine Frau Lonnie Ali das Unternehmen Greatest Of All Time, Inc., kurz G.O.A.T., um die Namens- und Bildrechte des Boxers zu verwalten. Damit wurde die Formel erstmals als feste Abkürzung benutzt.

In der Hip-Hop-Kultur setzte sich die Kurzform danach durch. Als frühe Verwendung als Akronym gilt eine Erwähnung auf einem Album der Gruppe De La Soul aus dem Jahr 1993. Bekannt machte sie vor allem LL Cool J mit seinem Album „G.O.A.T.“ aus dem Jahr 2000.

Über Sportforen und soziale Netzwerke wanderte der Ausdruck ab den 2010er-Jahren in die Alltagssprache, zusammen mit dem passenden Emoji.

Der Weg von der Firmenbezeichnung zum Alltagswort ist typisch für Abkürzungen aus der Popkultur. Erst benutzt eine Szene den Ausdruck, dann übernehmen ihn Medien, am Ende steht er in Wörterbüchern. Englische Wörterbücher führen GOAT inzwischen als eigenen Eintrag.

GOAT im Sport

Am häufigsten fällt das Wort in Debatten über die beste Spielerin oder den besten Spieler einer Sportart. Im Fußball, im Basketball und im Tennis füllt die Frage ganze Sendungen.

Belegen lässt sich eine solche Behauptung nie vollständig. Als Argumente dienen Titel, Rekorde, die Dauer der Spitzenzeit, die Stärke der Konkurrenz und der Einfluss auf die Sportart.

Weil sich Epochen kaum vergleichen lassen, bleiben GOAT-Debatten Meinungssache. Regeln, Material und Trainingsmethoden ändern sich, damit auch die Zahlen.

Bei Mannschaftssportarten kommt eine weitere Schwierigkeit dazu. Leistung entsteht dort im Zusammenspiel, weshalb Einzelzahlen nur einen Ausschnitt zeigen. In Einzelsportarten wie Tennis oder Leichtathletik lassen sich Bilanzen leichter vergleichen.

GOAT in Musik, Gaming und Alltag

In der Musik steht GOAT für Künstlerinnen und Künstler mit langem Einfluss. In Kommentaren unter Konzertaufnahmen ist die Abkürzung Standard geworden.

Im Gaming bezeichnet sie Profis mit außergewöhnlichen Ergebnissen, dazu einzelne Spielzüge. Auch Spiele selbst bekommen das Etikett, wenn sie als Meilenstein gelten.

Im Alltag wird der Ausdruck oft ironisch benutzt. Wer den letzten freien Parkplatz findet oder Kaffee mitbringt, wird im Freundeskreis kurzerhand zum GOAT erklärt. Der Superlativ ist dann ein Scherz.

Beliebt sind außerdem GOAT-Listen und Abstimmungen. Sie funktionieren als Gesprächsanlass, weil jede Auswahl Widerspruch auslöst und damit Kommentare erzeugt.

GOAT auf Deutsch benutzen

Eine deutsche Entsprechung gibt es nicht, die wörtliche Übersetzung „der Größte aller Zeiten“ klingt in Chats sperrig. Deshalb bleibt die englische Abkürzung stehen.

Bei der Schreibweise gilt Großschreibung als üblich, weil es sich um ein Akronym handelt. Für Frauen wird im Deutschen meist „die GOAT“ verwendet.

Im beruflichen Schriftverkehr passt der Ausdruck nicht. Er gehört in lockere Gespräche, Kommentare und Nachrichten, wo Übertreibung erwartet wird.

Für Texte, die lange stehen sollen, ist Vorsicht angebracht. Modewörter altern schnell, und ein Superlativ von heute wirkt in fünf Jahren schnell überholt.

Die andere Bedeutung von „goat“

Im älteren amerikanischen Sportjargon hatte das Wort die gegenteilige Bedeutung. Als „goat“ galt derjenige, der ein Spiel verloren hat, also der Sündenbock. Der Ausdruck kommt vom englischen „scapegoat“.

Wer alte Zeitungsberichte liest, sollte das im Kopf behalten. Dieselbe Buchstabenfolge lobt heute und tadelte damals.

Im Deutschen führt zusätzlich die Ziege zu Missverständnissen, weil sie in Sprichwörtern eher negativ besetzt ist. Das Emoji meint trotzdem immer das Lob.

Häufige Fragen

Was heißt GOAT ausgeschrieben?

Greatest Of All Time, also der oder die Größte aller Zeiten.

Warum steht das Ziegen-Emoji für GOAT?

Weil die Abkürzung genauso klingt wie das englische Wort für Ziege. Es ist ein Wortspiel.

Woher kommt der Ausdruck?

Von Muhammad Alis Selbstbeschreibung als „the greatest“. 1992 wurde daraus die Firma Greatest Of All Time, Inc., 2000 das Album „G.O.A.T.“ von LL Cool J.

Ist GOAT ein Kompliment?

Ja, heute immer. Im alten US-Sportjargon war ein „goat“ dagegen der Verlierer eines Spiels.

Schreibt man GOAT groß oder klein?

Üblich ist die Großschreibung, weil es sich um eine Abkürzung handelt.

Gibt es eine deutsche Entsprechung?

Wörtlich „der Größte aller Zeiten“. Im Chat bleibt die englische Kurzform gebräuchlich.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Clara, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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