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Kurz gesagt: Die Simpsons laufen seit 1989 und umfassen inzwischen mehr als 35 Staffeln mit über 780 Folgen. Damit sind sie die langlebigste Zeichentrickserie und zugleich die langlebigste Serie zur besten Sendezeit im US-Fernsehen. Weil jedes Jahr neue Folgen dazukommen, ist jede Zahl nur eine Momentaufnahme.
Der Anfang
Die Familie Simpson erschien erstmals 1987 als Kurzfilm innerhalb einer Comedy-Show und war damals kaum mehr als ein Füller zwischen den Sketchen. Zeichner Matt Groening entwarf die Figuren nach eigener Aussage in wenigen Minuten im Wartebereich eines Büros. Aus diesen Kurzfilmen entstand 1989 eine eigene Serie mit halbstündigen Folgen.
Die erste reguläre Folge lief im Dezember 1989 als Weihnachtsepisode und war zugleich der Auftakt zur ersten Staffel. Sie war ursprünglich nicht als Start geplant, rückte aber wegen Verzögerungen bei einer anderen Folge nach vorn. Der Erfolg war unmittelbar und übertraf die Erwartungen des Senders deutlich.
Schon in den ersten Jahren wurde die Serie zu einem gesellschaftlichen Gesprächsthema, unter anderem weil Bart als schlechtes Vorbild kritisiert wurde. Diese Debatte half der Serie mehr, als sie ihr schadete. Sie etablierte die Simpsons als eine Serie, die bewusst aneckt.
Wie die Zahl zustande kommt
Jede Staffel umfasst üblicherweise zwanzig bis zweiundzwanzig Folgen, in den frühen Jahren teilweise etwas weniger. Über mehr als drei Jahrzehnte summiert sich das auf eine Zahl, die kaum eine andere Serie erreicht. Die Marke von fünfhundert Folgen wurde bereits 2012 überschritten.
Weil die Serie regelmäßig um mehrere Staffeln verlängert wird, ändert sich der Stand jedes Jahr. Wer eine exakte Angabe braucht, sollte sie mit einem Datum versehen. Alles andere ist nach wenigen Monaten überholt.
Zusätzlich existieren Kurzfilme, ein Kinofilm aus dem Jahr 2007 und mehrere Sonderproduktionen für Streamingdienste. Diese werden in der Folgenzählung üblicherweise nicht mitgeführt. Wer sie mitzählt, kommt entsprechend höher.
Die Halloween-Folgen
Seit der zweiten Staffel gibt es jedes Jahr eine Sonderfolge mit dem Titel „Treehouse of Horror“, die aus drei kurzen Geschichten besteht und außerhalb der normalen Handlung steht. In diesen Folgen dürfen Figuren sterben, ohne dass es Folgen hat. Sie sind für viele Zuschauer der jährliche Höhepunkt.
Die Geschichten parodieren Horrorfilme, Literatur und aktuelle Ereignisse und sind deutlich freier in Ton und Bild als reguläre Episoden. Manche gelten als die besten Folgen der gesamten Serie. Ihre Nummerierung folgt römischen Ziffern und ist inzwischen dreistellig geworden.
Weil sie inhaltlich abgeschlossen sind, eignen sie sich gut zum Einsteigen. Vorwissen über die laufende Handlung ist nicht nötig. Das gilt für die Simpsons allerdings ohnehin weitgehend.
Warum die Serie so lange läuft
Die Figuren altern nicht, was bedeutet, dass jede Folge unabhängig funktioniert und keine langfristige Erzählung aufgebaut werden muss. Bart bleibt zehn, Lisa acht, und die Welt setzt sich am Ende jeder Folge zurück. Dieses Prinzip erlaubt beliebig viele Fortsetzungen.
Hinzu kommt, dass Zeichentrick keine alternden Darsteller kennt und Schauplätze ohne Zusatzkosten wechseln kann. Die Sprecher blieben über Jahrzehnte weitgehend dieselben. Nur einzelne Rollen wurden nach dem Tod von Sprechern neu besetzt oder aus der Serie geschrieben.
Wirtschaftlich trägt sich die Serie über Ausstrahlungsrechte, Streaming und Lizenzprodukte. Sie ist damit längst mehr als eine Fernsehserie. Ein Ende ist bislang nicht angekündigt.
Die Kritik am Niveau
Unter langjährigen Zuschauern gilt die Zeit von Staffel drei bis etwa Staffel neun als die stärkste Phase der Serie. Danach setzte nach verbreiteter Ansicht ein Qualitätsabfall ein, über den seit Jahrzehnten diskutiert wird. Die Serie selbst hat diesen Vorwurf mehrfach ironisch aufgegriffen.
Ein Teil des Eindrucks erklärt sich aus der schieren Menge: Bei über siebenhundert Folgen fallen schwächere stärker auf. Ein anderer Teil aus veränderten Sehgewohnheiten und einem gewandelten Humorverständnis. Objektiv messbar ist so etwas nicht.
Neuere Staffeln haben durchaus gelobte Folgen hervorgebracht, erreichen aber nicht mehr die kulturelle Wirkung der frühen Jahre. Das liegt auch daran, dass es damals kaum vergleichbare Angebote gab. Heute konkurriert die Serie mit Dutzenden Animationsformaten für Erwachsene.
Die deutsche Fassung
Die Simpsons laufen seit 1991 im deutschen Fernsehen und wurden von Anfang an synchronisiert, wobei einzelne Wortspiele des Originals dabei zwangsläufig verloren gehen. Die Stimme von Homer wurde nach dem Tod des ersten Sprechers neu besetzt. Für viele Zuschauer war das ein deutlicher Einschnitt.
Manche Folgen wurden in Deutschland zunächst in anderer Reihenfolge oder gar nicht gezeigt, was zu abweichenden Zählungen führen kann. Inzwischen sind praktisch alle Folgen verfügbar. Streamingdienste führen die Staffeln in der Originalreihenfolge.
Titel wurden teils frei übersetzt, was die Suche nach einzelnen Folgen erschwert. Wer eine bestimmte Episode sucht, findet sie am schnellsten über Staffel- und Folgennummer. Diese sind international einheitlich.
Die berühmten Vorhersagen
Immer wieder kursieren Listen mit angeblichen Vorhersagen der Serie, von politischen Ereignissen bis zu technischen Entwicklungen. Bei über siebenhundert Folgen mit tausenden Gags ist es statistisch unvermeidlich, dass einzelne davon später zufällig zutreffen. Ein prophetischer Gehalt lässt sich daraus nicht ableiten.
Einige der bekanntesten Beispiele beruhen zudem auf nachträglich bearbeiteten Bildern, die im Netz als echt verbreitet werden. Ein Vergleich mit der Originalfolge klärt solche Fälle schnell. Die Serie selbst hat sich über diesen Effekt mehrfach lustig gemacht.
Tatsächlich beruhen viele Gags auf naheliegenden Entwicklungen, die zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits diskutiert wurden. Das ist Beobachtungsgabe, nicht Hellsehen. Der Reiz der Listen bleibt davon unberührt.
Wo man den aktuellen Stand prüft
Verlässliche Zahlen liefern die Angaben des produzierenden Senders und gepflegte Serienverzeichnisse, die jede Ausstrahlung einzeln erfassen. Beide führen Staffel und Folge mit Erstausstrahlungsdatum. Damit lässt sich der Stand tagesgenau bestimmen.
Streamingdienste sind dafür weniger geeignet, weil sie neue Staffeln oft erst mit Verzögerung aufnehmen. Auch die Sortierung weicht dort teilweise ab. Für eine belastbare Zahl lohnt der Blick in eine Datenbank.
Wer die Zahl in einem Text nennt, sollte den Stand angeben. So bleibt die Aussage auch später nachvollziehbar. Bei einer laufenden Serie ist das der einzige saubere Weg.
Häufige Fragen
Wie viele Simpsons-Folgen gibt es?
Über 780 in mehr als 35 Staffeln.
Seit wann läuft die Serie?
Seit 1989 als eigene Serie.
Woher stammen die Figuren ursprünglich?
Aus Kurzfilmen ab 1987.
Wie viele Folgen hat eine Staffel?
Meist zwanzig bis zweiundzwanzig.
Was sind die Halloween-Folgen?
Jährliche Sonderfolgen außerhalb der Handlung.
Gibt es einen Kinofilm?
Ja, aus dem Jahr 2007.
Warum altern die Figuren nicht?
Damit jede Folge unabhängig funktioniert.
Wie prüft man den aktuellen Stand?
Über Senderangaben und Serienverzeichnisse.
Quellen
Das passt dazu
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Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






