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Kurz gesagt: Die menschliche Wirbelsäule besteht aus 33 bis 34 Wirbeln. Davon sind 24 einzeln beweglich – die übrigen sind zu Kreuzbein und Steißbein verwachsen.
Die Zahl schwankt, weil das Steißbein bei manchen Menschen aus drei, bei anderen aus fünf Teilen besteht.
Der Aufbau von oben nach unten
- 7 Halswirbel – tragen den Kopf und ermöglichen sein Drehen
- 12 Brustwirbel – an ihnen setzen die Rippen an
- 5 Lendenwirbel – die größten und kräftigsten, sie tragen die Hauptlast
- 5 Kreuzbeinwirbel – im Erwachsenenalter zum Kreuzbein verwachsen
- 4 bis 5 Steißwirbel – ebenfalls verwachsen, Rest des Schwanzes
Beweglich sind nur die ersten 24. Kreuz- und Steißbein bilden je einen starren Knochen.
Die beiden ersten Halswirbel
Sie sind anders gebaut als alle übrigen und haben eigene Namen.
Atlas heißt der erste – nach der Figur der griechischen Sage, die das Himmelsgewölbe trägt. Er hat keinen Wirbelkörper, sondern bildet einen Ring, auf dem der Schädel ruht. Über ihn läuft das Nicken.
Axis ist der zweite. Er trägt einen Zapfen, um den sich der Atlas dreht – daher kommt das Kopfschütteln.
Warum die Wirbelsäule geschwungen ist
Von der Seite betrachtet bildet sie ein doppeltes S: Halswirbelsäule nach vorn gewölbt, Brustwirbelsäule nach hinten, Lendenwirbelsäule wieder nach vorn, Kreuzbein nach hinten.
Diese Form wirkt wie eine Feder. Sie fängt Stöße beim Gehen und Springen ab, bevor sie den Kopf erreichen. Eine gerade Wirbelsäule würde jede Erschütterung ungebremst weiterleiten.
Neugeborene haben diese Krümmung noch nicht – sie entsteht, wenn das Kind den Kopf hebt und später laufen lernt.
Die Bandscheiben
Zwischen den beweglichen Wirbeln liegen 23 Bandscheiben. Sie bestehen aus einem festen Faserring und einem gallertartigen Kern und wirken als Puffer.
Über den Tag verlieren sie Flüssigkeit, nachts nehmen sie sie wieder auf. Deshalb ist man morgens ein bis zwei Zentimeter größer als abends.
Häufige Fragen
Warum haben Giraffen auch sieben Halswirbel?
Fast alle Säugetiere haben sieben, unabhängig von der Halslänge. Bei der Giraffe sind sie einfach sehr lang.
Was ist ein Bandscheibenvorfall?
Der Gallertkern tritt durch einen Riss im Faserring aus und kann auf Nerven drücken. Am häufigsten trifft es die Lendenwirbelsäule.
Wie lang ist die Wirbelsäule?
Bei Erwachsenen etwa 70 bis 75 Zentimeter, ungefähr 40 Prozent der Körperlänge.
Kann man Wirbel zusätzlich haben?
Ja. Ein sechster Lendenwirbel oder ein zusätzlicher Halswirbel kommen vor und sind meist ohne Beschwerden.
Quellen
- gesundheitsinformation.de – Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
- DWDS: Wirbelsäule
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- Wie viele Organe hat der Mensch? Rund 78 – und was davon lebenswichtig ist
- Wie viele Sinne hat der Mensch? Weit mehr als fünf
- Wie viele Knochen hat ein Mensch? 206 beim Erwachsenen
Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






