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Kurz gesagt: Es gibt 14 Achttausender – Berge über 8.000 Meter Höhe. Alle liegen in Asien, im Himalaya und im Karakorum, verteilt auf Nepal, China, Pakistan und Indien. Der höchste ist der Mount Everest mit 8.849 Metern.
Die Grenze bei 8.000 Metern ist eine runde Zahl, keine geologische. Sie hat sich trotzdem als Kategorie durchgesetzt.
Die 14 Berge
Mount Everest 8.849 m · K2 8.611 m · Kangchendzönga 8.586 m · Lhotse 8.516 m · Makalu 8.485 m · Cho Oyu 8.188 m · Dhaulagiri 8.167 m · Manaslu 8.163 m · Nanga Parbat 8.126 m · Annapurna 8.091 m · Gasherbrum I 8.080 m · Broad Peak 8.051 m · Gasherbrum II 8.034 m · Shishapangma 8.027 m
Acht davon liegen ganz oder teilweise in Nepal, fünf in Pakistan, die Shishapangma vollständig in China.
Die Todeszone
Oberhalb von etwa 7.000 bis 7.500 Metern kann sich der Körper nicht mehr erholen. Der Sauerstoffdruck reicht nicht aus, um Gewebe zu regenerieren – man baut ab, egal wie fit man ist.
Auf dem Gipfel des Everest liegt der Luftdruck bei etwa einem Drittel des Werts auf Meereshöhe. Ohne zusätzlichen Sauerstoff bleibt nur wenig Zeit.
Die meisten Todesfälle ereignen sich beim Abstieg, wenn Kraft, Sauerstoff und Konzentration erschöpft sind.
Die gefährlichsten
Nicht der höchste ist der gefährlichste. Gemessen an der Zahl der Todesfälle im Verhältnis zu den Besteigungen gelten Annapurna, K2 und Nanga Parbat als die riskantesten.
Die Annapurna war 1950 der erste bestiegene Achttausender – und hat bis heute eine der höchsten Sterberaten.
Der K2 gilt technisch als der schwierigste; er wurde erstmals 2021 im Winter bestiegen, Jahrzehnte nach allen anderen.
Alle 14
Reinhold Messner bestieg als erster Mensch alle 14 Achttausender – abgeschlossen 1986, und alle ohne zusätzlichen Sauerstoff.
Inzwischen haben mehrere Dutzend Menschen alle 14 bestiegen. Die Zahl derer, die es ohne Flaschensauerstoff schafften, ist deutlich kleiner.
Der Betrieb am Everest
Der Everest ist heute stark frequentiert; an guten Wettertagen bilden sich Warteschlangen am Gipfelgrat. Das ist ein eigenes Sicherheitsproblem, weil Wartezeit in der Todeszone Sauerstoff kostet.
Dazu kommen Müll und zurückgelassene Ausrüstung – Nepal hat dafür Pfand- und Rückbringpflichten eingeführt.
Warum die Grenze bei 8000 Metern liegt
Die Marke ist eine runde Zahl im metrischen System und hat keine geologische Bedeutung. Wer in Fuß rechnet, käme auf eine ganz andere Liste. Der Reiz der Zahl entstand erst im 20. Jahrhundert mit dem Höhenbergsteigen.
Bergsteigerisch bedeutsamer ist die sogenannte Schartenhöhe, also der Höhenunterschied zum nächsten Einschnitt. Nach diesem Maß gelten nur Gipfel mit deutlicher Eigenständigkeit als selbstständige Berge. Nebengipfel wie der Lhotse Shar zählen deshalb nicht mit.
Genau diese Abgrenzung sorgt gelegentlich für Streit über Besteigungslisten. Bei den vierzehn Hauptgipfeln ist die Einordnung dagegen unstrittig. Ihre Zahl steht seit Jahrzehnten fest.
Die Erstbesteigungen
Den Anfang machte 1950 die Annapurna, bestiegen von einer französischen Expedition mit Maurice Herzog und Louis Lachenal. Drei Jahre später erreichten Edmund Hillary und Tenzing Norgay den Gipfel des Everest. Der letzte noch unbestiegene Achttausender, die Shishapangma, folgte 1964.
Damit lagen zwischen erster und letzter Erstbesteigung nur vierzehn Jahre. Möglich wurde das durch die Öffnung Nepals für ausländische Expeditionen ab 1950. Vorher war der Zugang von Süden praktisch versperrt.
Die Shishapangma liegt vollständig auf chinesischem Staatsgebiet und wurde von einer chinesischen Mannschaft erstbestiegen. Sie ist zugleich der niedrigste der vierzehn Berge. Ihre Höhe wird mit gut 8.027 Metern angegeben.
Wer alle vierzehn bestiegen hat
Als erster Mensch stand Reinhold Messner 1986 auf allen vierzehn Gipfeln, sämtlich ohne Flaschensauerstoff. Kurz nach ihm vollendete der Pole Jerzy Kukuczka die Sammlung. Seither ist die Zahl der Vollendungen auf mehrere Dutzend gestiegen.
Aufsehen erregte 2019 der Nepalese Nirmal Purja, der alle vierzehn Berge in gut sechs Monaten bestieg. Er nutzte dabei Flaschensauerstoff und Hubschraubertransporte zwischen den Bergen. Beides ist unter Bergsteigern umstritten.
Geführt werden solche Listen von Chronisten wie der Himalayan Database, die Expeditionen in Nepal seit den 1960er Jahren dokumentiert. Sie stützt sich auf Interviews und Expeditionsberichte. Ihre Daten sind online einsehbar.
Wie die Höhen gemessen werden
Lange kursierten für den Everest zwei Werte, weil China und Nepal die Schneeauflage unterschiedlich behandelten. Im Dezember 2020 einigten sich beide Staaten auf 8.848,86 Meter. Gemessen wurde unter anderem mit Satellitennavigation direkt am Gipfel.
Solche Messungen sind aufwendig, weil sie ein Bezugsniveau brauchen, das Meeresspiegel genannt wird, tatsächlich aber ein Modell der Erdgestalt ist. Kleine Abweichungen zwischen Modellen ergeben Höhenunterschiede von einigen Zentimetern. Für die Rangfolge der Berge spielt das keine Rolle.
Hinzu kommt, dass sich der Himalaya durch die Plattenbewegung weiter hebt, während Erdbeben ihn absenken können. Beide Effekte liegen im Bereich weniger Millimeter pro Jahr. Sie werden laufend beobachtet.
Was die Besteigungen kosten
Für den Everest verlangt Nepal eine Genehmigungsgebühr, die 2025 auf 15.000 US-Dollar pro Person in der Frühjahrssaison angehoben wurde. Dazu kommen Ausrüstung, Flüge, Personal und Versicherungen. Gesamtkosten im mittleren fünfstelligen Bereich sind üblich.
Ein erheblicher Teil des Geldes bleibt in der Region und finanziert Arbeitsplätze. Gleichzeitig tragen einheimische Höhenträger das größte Risiko. Diese Schieflage wird seit Jahren diskutiert.
Für die weniger bekannten Achttausender sind die Gebühren deutlich niedriger. Entsprechend geringer ist dort der Andrang. Manche Gipfel sehen in einer Saison nur eine Handvoll Besteigungen.
Häufige Fragen
Warum genau 8.000 Meter?
Eine willkürlich gewählte runde Zahl, die sich als Kategorie etabliert hat.
Welcher ist der schwierigste?
Technisch gilt der K2 als der anspruchsvollste.
Gibt es Achttausender außerhalb Asiens?
Nein. Der höchste Berg außerhalb Asiens ist der Aconcagua mit knapp 7.000 Metern.
Wer war der Erste auf allen 14?
Reinhold Messner, 1986.
Quellen
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Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






