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Kurz gesagt: Es gibt zehn Saw-Filme, beginnend 2004 und zuletzt „Saw X“ (2023). Die Reihe hängt handlungstechnisch eng zusammen, springt aber ständig in der Zeit — der zehnte Teil spielt zwischen dem ersten und dem zweiten. Wer einsteigt, sollte trotzdem in der Erscheinungsreihenfolge schauen.
Die zehn Filme im Überblick
Den Anfang machte Saw im Jahr 2004, ein mit kleinem Budget gedrehter Film, der weltweit ein Vielfaches seiner Kosten einspielte und damit eine der erfolgreichsten Horrorreihen überhaupt begründete.
Bis 2010 erschien jährlich ein neuer Teil: Saw II bis Saw 3D, der damals als Abschluss angekündigt wurde und die bis dahin erzählte Handlung tatsächlich zusammenführte.
Danach folgten mit größeren Abständen Jigsaw (2017), Spiral (2021) und Saw X (2023), die jeweils neue Wege in die Reihe hinein suchen.
Die Erscheinungsreihenfolge
- Saw (2004)
- Saw II (2005)
- Saw III (2006)
- Saw IV (2007)
- Saw V (2008)
- Saw VI (2009)
- Saw 3D (2010)
- Jigsaw (2017)
- Spiral (2021)
- Saw X (2023)
Warum die Chronologie verwirrt
Die Filme erzählen kaum je geradeaus, sondern arbeiten mit Rückblenden, die frühere Ereignisse in einem neuen Licht zeigen und dabei regelmäßig etablierte Annahmen umdrehen.
Besonders die Teile vier bis sechs spielen zeitlich teilweise parallel zueinander, sodass dieselben Stunden aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden.
Saw X geht noch weiter zurück und spielt zwischen dem ersten und dem zweiten Film, was die Figur John Kramer noch einmal in den Mittelpunkt rückt.
Die Figur Jigsaw
John Kramer, genannt Jigsaw, ist ein todkranker Ingenieur, der Menschen in tödliche Konstruktionen zwingt und dies als Prüfung ihres Lebenswillens versteht.
Er selbst tötet nach eigener Darstellung niemanden, sondern stellt die Betroffenen vor eine Wahl — eine Rechtfertigung, die die Reihe immer wieder infrage stellt.
Weil die Figur bereits im dritten Teil stirbt, arbeiten alle folgenden Filme mit Rückblenden und mit Nachfolgern, die seine Methode fortsetzen.
Spiral als Sonderfall
Der neunte Film trägt im Original den Untertitel „From the Book of Saw“ und erzählt eine weitgehend eigenständige Geschichte mit neuen Figuren.
Chris Rock und Samuel L. Jackson übernahmen die Hauptrollen, was der Reihe eine deutlich andere Tonlage gab als die Vorgänger.
Die Aufnahme beim Publikum war gespalten, weshalb Saw X anschließend bewusst zu den ursprünglichen Figuren zurückkehrte.
Die Fallen
Kern jedes Films sind mechanische Konstruktionen, aus denen sich die Gefangenen nur unter erheblichen Verletzungen befreien können, meist unter Zeitdruck.
Sie wurden über die Jahre aufwendiger und sind ein wesentlicher Grund für den Wiedererkennungswert der Reihe; einzelne Konstruktionen sind ikonisch geworden.
Filmisch dienen sie zugleich als Motor der Handlung, weil sich in ihnen die Vorgeschichte der jeweiligen Figur offenbart.
Die Altersfreigabe
Alle Teile sind in Deutschland ab achtzehn Jahren freigegeben, mehrere lagen zeitweise in geschnittenen Fassungen vor oder waren indiziert.
Für den Handel bedeutet das, dass die Filme nicht frei beworben und nur an Erwachsene abgegeben werden dürfen.
Wer die Reihe sehen will, sollte auf die Fassung achten: Zwischen Kino-, Heim- und ungeschnittener Fassung gibt es teils erhebliche Unterschiede.
Der Erfolg der Reihe
Der erste Film kostete nach Angaben der Produzenten etwa eine Million US-Dollar und spielte weltweit rund das Hundertfache ein.
Dieses Verhältnis machte Saw zum Vorbild für eine ganze Welle von Horrorproduktionen mit kleinem Budget und schneller Fortsetzungsfolge.
Insgesamt hat die Reihe weltweit über eine Milliarde US-Dollar eingespielt und gehört damit zu den erfolgreichsten Horrorreihen überhaupt.
Wie man einsteigt
Für den ersten Kontakt ist der Film von 2004 der richtige Startpunkt, weil er ohne Vorwissen funktioniert und deutlich ruhiger erzählt ist als die Fortsetzungen.
Danach lohnt die Erscheinungsreihenfolge, weil die Rückblenden nur wirken, wenn man die Reihenfolge der Enthüllungen kennt.
Eine chronologische Sortierung nach Handlungszeit ist möglich, nimmt der Reihe aber genau die Wendungen, von denen sie lebt.
Wie es weitergeht
Nach dem Erfolg von Saw X wurde ein weiterer Teil angekündigt, wobei sich Termine bei dieser Reihe in der Vergangenheit mehrfach verschoben haben.
Bis ein neuer Film tatsächlich im Kino läuft, bleibt es bei zehn Teilen — das ist die Zahl, die derzeit belegbar ist.
Wer eine aktuelle Angabe braucht, prüft am besten die Ankündigungen des Verleihs, weil Fanseiten oft geplante Titel bereits mitzählen.
Wer hinter der Reihe steht
Erfunden wurde Saw von James Wan und Leigh Whannell, zwei damals unbekannten Filmemachern aus Australien, die den ersten Teil ursprünglich als Kurzfilm gedreht hatten, um Geldgeber zu überzeugen. Wan führte Regie, Whannell schrieb das Drehbuch und spielte zugleich eine der beiden Hauptrollen. Beide arbeiteten später an weiteren Horrorreihen und gehören heute zu den einflussreichsten Namen des Genres.
Ab dem zweiten Teil übernahm Darren Lynn Bousman die Regie und prägte den Stil der mittleren Filme, die schneller geschnitten und deutlich drastischer inszeniert sind als der Auftakt. Produzent Mark Burg begleitete die Reihe über alle Teile hinweg und sorgte für die inhaltliche Kontinuität. Tobin Bell als John Kramer ist die einzige Konstante vor der Kamera.
Der erste Film war bewusst als Kammerspiel angelegt, weil das Budget nichts anderes zuließ. Der größte Teil der Handlung spielt in einem einzigen Raum, was den Film bis heute von seinen Fortsetzungen unterscheidet. Genau diese Beschränkung gilt vielen als Grund für seine anhaltende Wirkung.
Der Einfluss auf das Genre
Nach dem Erfolg von Saw entstand eine ganze Welle von Filmen, die auf körperliche Bedrängnis statt auf übernatürliche Bedrohung setzten. Kritiker prägten dafür einen eigenen, abwertend gemeinten Begriff, der sich in der Berichterstattung schnell durchsetzte. Die Reihe selbst hat diese Zuschreibung immer zurückgewiesen und auf ihre Rätselstruktur verwiesen.
Wirtschaftlich veränderte Saw die Kalkulation von Horrorfilmen erheblich, weil es zeigte, dass sich ein kleiner Film über Fortsetzungen zu einer Marke ausbauen lässt. Mehrere Studios übernahmen dieses Modell in den folgenden Jahren. Die jährliche Veröffentlichung rund um Halloween wurde dabei zum festen Bestandteil des Kinokalenders.
Für das Publikum entstand daraus ein Ritual: Ein neuer Saw-Film gehörte über Jahre zum Herbst wie andere Reihen zum Sommer. Erst nach 2010 brach dieser Rhythmus ab. Die späteren Teile erschienen unregelmäßig und mit wechselndem Erfolg.
Häufige Fragen
Wie viele Saw-Filme gibt es?
Zehn.
Wann kam der erste?
2004.
Welcher ist der neueste?
Saw X von 2023.
Wo spielt Saw X zeitlich?
Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil.
Gehört Spiral dazu?
Ja, als neunter Film mit eigener Handlung.
In welcher Reihenfolge schauen?
In der Erscheinungsreihenfolge.
Ab welchem Alter?
Alle Teile sind ab achtzehn Jahren freigegeben.
Wann stirbt Jigsaw?
Im dritten Teil.
Wer hat Saw erfunden?
James Wan und Leigh Whannell.
Was macht den ersten Teil besonders?
Er spielt fast vollständig in einem Raum.
Quellen
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Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






