Wie viele Pokémon-Karten gibt es? Über 20.000 verschiedene

Kurz gesagt: Seit dem Start 1996 sind weltweit über 20.000 verschiedene Pokémon-Karten erschienen – zählt man alle Sprachen und Varianten mit, sind es deutlich mehr. Allein auf Deutsch gibt es mehrere tausend. Eine exakte Zahl gibt es nicht, weil ständig neue Sets erscheinen.

Die Zahl der Karten ist ein Vielfaches der Zahl der Pokémon – dasselbe Pokémon erscheint über die Jahre in vielen Versionen.

Wie sich die Zahl zusammensetzt

Jedes Jahr erscheinen mehrere Hauptsets mit jeweils rund 150 bis 250 Karten, dazu Sondersets, Promokarten und Sammleredition en.

Dasselbe Pokémon kann in dutzenden Varianten existieren: verschiedene Sets, verschiedene Illustrationen, normale und holografische Ausgaben, Sondermechaniken wie EX, GX, V und ex.

Dazu kommen Sprachvarianten. Japanische und internationale Sets sind teils unterschiedlich zusammengestellt.

Die Seltenheitsstufen

Unten rechts auf der Karte steht ein Symbol:

Kreis – Common, häufig

Raute – Uncommon, weniger häufig

Stern – Rare, selten

Darüber liegen Sonderstufen wie Holo Rare, Ultra Rare und Secret Rare. Letztere tragen eine Sammelnummer, die höher ist als die Gesamtzahl des Sets – etwa 195/191.

Was eine Karte wertvoll macht

Alter und Set. Karten der ersten Generation von 1996 bis 1999 sind am gefragtesten.

Zustand. Der wichtigste Faktor überhaupt. Professionelle Bewertungsdienste vergeben Noten von 1 bis 10; zwischen Note 9 und 10 kann sich der Preis vervielfachen.

Auflage. Erstauflagen tragen einen Stempel und sind deutlich seltener.

Fehldrucke und Turnierkarten.

Die meisten Karten aus aktuellen Sets sind dagegen wenig wert – die Auflagen sind hoch.

Woran man das Set erkennt

Unten auf der Karte steht die Sammelnummer im Format Nummer/Gesamtzahl, daneben ein kleines Set-Symbol. Über beides lässt sich das Set eindeutig bestimmen.

Ältere Karten aus den ersten Jahren haben teils kein Set-Symbol – ein Hinweis auf die Basisserie.

Wie Sets aufgebaut sind

Karten erscheinen in Sets, die jeweils eine feste Zahl nummerierter Karten enthalten. Dazu kommen Geheimkarten mit Nummern oberhalb der angegebenen Setgröße. Genau daraus entsteht ein Teil der Zählunterschiede.

Jedes Set hat ein eigenes Symbol, das auf der Karte abgebildet ist. Zusammen mit der Nummer lässt sich eine Karte damit eindeutig zuordnen. Auf sehr alten Karten fehlt das Symbol teilweise.

Sets erscheinen in mehreren Sprachen, wobei sich Nummerierung und Umfang unterscheiden können. Deshalb sind Sammlungen sprachgebunden. Wer vollständig sammeln will, entscheidet sich für eine Sprache.

Woran man den Zustand erkennt

Für den Wert ist der Zustand entscheidend, bewertet werden Ecken, Kanten, Oberfläche und Zentrierung des Drucks. Schon leichte Abnutzung senkt den Preis deutlich. Deshalb werden wertvolle Karten in Hüllen aufbewahrt.

Professionelle Bewertungsdienste vergeben Noten auf einer Skala und versiegeln die Karte anschließend. Eine hohe Note kann den Wert vervielfachen. Die Bewertung kostet Gebühren und dauert Wochen.

Für den Eigenbedarf lohnt das selten. Sinnvoll ist es nur bei ohnehin teuren Karten. Ein Vergleich von Gebühr und erwartetem Wertzuwachs ist vorher angebracht.

Wie sich Preise bilden

Der Preis richtet sich nach Seltenheit, Zustand, Beliebtheit des Motivs und aktueller Nachfrage. Marktplätze zeigen historische Verkaufspreise, die eine Orientierung geben. Angebotspreise sagen dagegen wenig aus.

Preise schwanken stark mit Aufmerksamkeit, etwa nach Filmen, Videos oder Neuauflagen. Nach solchen Wellen fallen sie häufig wieder. Wer investieren will, sollte das einkalkulieren.

Fälschungen sind verbreitet, besonders bei teuren Karten. Erkennbar sind sie oft an Druckqualität, Schriftbild und dem Verhalten im Licht. Bei hohen Beträgen ist eine Prüfung sinnvoll.

Sammeln oder spielen

Das Kartenspiel hat eigene Regeln und offizielle Turniere mit festgelegten Formaten. Dabei sind nur Karten aus bestimmten Sets zugelassen, ältere rotieren heraus. Für Spieler zählt deshalb anderes als für Sammler.

Wer spielen will, braucht kein teures Sammlerstück, sondern funktionale Karten. Diese sind oft günstig erhältlich. Einsteigersets enthalten spielfertige Decks.

Turniere werden von lokalen Läden und vom Veranstalter organisiert. Regeln und Formate stehen auf den offiziellen Seiten. Sie ändern sich mit jeder Saison.

Was Eltern wissen sollten

Boosterpackungen enthalten zufällige Karten, was Kaufanreize erzeugt und Glücksspielmechaniken ähnelt. Für Kinder kann das problematisch werden. Verbraucherschützer weisen regelmäßig darauf hin.

Sinnvoll ist ein festes Budget und der gezielte Kauf einzelner Karten statt zufälliger Päckchen. Einzelkarten sind auf Marktplätzen erhältlich. Das ist meist günstiger als das Öffnen vieler Packungen.

Beim Tausch unter Kindern kommt es regelmäßig zu ungleichen Geschäften, weil Werte nicht bekannt sind. Ein kurzer Blick auf Verkaufspreise hilft. Erwachsene sollten bei größeren Tauschen dabei sein.

Wo man Zahlen nachschlägt

Vollständige Setlisten führen große Fan-Datenbanken, die Nummern, Seltenheiten und Sprachfassungen dokumentieren. Sie sind kostenfrei und werden laufend gepflegt. Für Sammlungen sind sie die beste Grundlage.

Der Hersteller veröffentlicht offizielle Setübersichten und Regelwerke. Für Turniere sind diese maßgeblich. Fan-Datenbanken sind dagegen für Sammlerfragen ausführlicher.

Zahlen zur Gesamtmenge unterscheiden sich je nach Zählweise erheblich, weil Sprachfassungen, Promokarten und Varianten unterschiedlich behandelt werden. Wer eine Zahl nennt, sollte die Regel dazusagen. Sonst ist sie nicht vergleichbar.

Aufbewahren und schützen

Karten leiden vor allem unter Licht, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Empfohlen werden Schutzhüllen, feste Boxen und ein trockener, dunkler Lagerort. Direkte Sonne bleicht Farben innerhalb von Wochen aus.

Für wertvolle Karten sind zusätzlich starre Halter üblich, die Knicke verhindern. Sammelalben mit Weichmachern können auf Dauer schaden. Archivsichere Materialien sind daran erkennbar, dass sie als säurefrei ausgewiesen sind.

Häufige Fragen

Wie viele Pokémon gibt es?

Über 1.000 verschiedene Pokémon-Arten – deutlich weniger als Karten.

Welche Karte ist die teuerste?

Zu den teuersten zählen Turnierpreiskarten aus den 1990er-Jahren, für die bei Auktionen Millionenbeträge erzielt wurden.

Sind alte Karten automatisch wertvoll?

Nein. Entscheidend sind Seltenheit und Zustand.

Wo prüft man den Wert?

Über Verkaufspreise auf Sammlerplattformen – nicht über Angebotspreise.

Warum gehen die Zahlen auseinander?

Sprachfassungen und Varianten werden unterschiedlich gezählt.

Was bestimmt den Wert?

Seltenheit, Zustand und aktuelle Nachfrage.

Lohnt sich eine professionelle Bewertung?

Nur bei ohnehin teuren Karten.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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