Inhalt
Kurz gesagt: Im nationalen Pokédex sind über 1.000 Pokémon verzeichnet. Zählt man Regionalformen, Mega-Entwicklungen und andere Sonderformen mit, liegt die Zahl deutlich höher – gezählt werden sie aber nicht als eigene Arten.
Die Zahl wächst mit jeder Spielgeneration. Wie viele es genau sind, hängt davon ab, was man mitzählt.
Die Generationen
Jede neue Hauptspielreihe bringt eine eigene Region und neue Pokémon mit:
- Generation I (1996, Kanto) – 151, von Bisasam bis Mew
- Generation II (1999, Johto) – 100 neue, Gesamtzahl 251
- Generation III (2002, Hoenn) – 135 neue, Gesamt 386
- Generation IV (2006, Sinnoh) – 107 neue, Gesamt 493
- Generation V (2010, Einall) – 156 neue, Gesamt 649
- Generation VI (2013, Kalos) – 72 neue, Gesamt 721
- Generation VII (2016, Alola) – 88 neue, Gesamt 809
- Generation VIII (2019, Galar) – 96 neue, Gesamt 905
- Generation IX (2022, Paldea) – über 100 neue, Gesamt über 1.000
Generation V brachte mit 156 die meisten neuen Pokémon auf einmal, Generation VI mit 72 die wenigsten.
Was nicht als eigenes Pokémon zählt
Regionalformen. Alola-Vulpix oder Galar-Ponita sind Varianten bekannter Pokémon mit anderem Aussehen und Typ. Sie teilen sich die Pokédex-Nummer mit dem Original.
Mega-Entwicklungen. Eine zeitweilige Verwandlung im Kampf, eingeführt in Generation VI. Keine eigene Nummer.
Gigadynamax-Formen. Dasselbe Prinzip aus Generation VIII.
Geschlechtsunterschiede und Farbvarianten. Schillernde Pokémon, die sogenannten Shinys, sind seltene Farbvarianten – kein eigener Eintrag.
Wer alle Formen einzeln zählt, kommt auf weit über 1.500 Erscheinungen.
Legendäre und mythische Pokémon
Jede Generation enthält einige besonders seltene Exemplare. Legendäre Pokémon wie Arktos, Lugia oder Zacian sind im Spiel erreichbar, aber meist nur einmal.
Mythische Pokémon wie Mew, Celebi oder Arceus waren ursprünglich nur über Sonderaktionen erhältlich und sind im normalen Spielverlauf nicht zu finden.
Warum die Zahlen abweichen
Wer im Netz sucht, findet unterschiedliche Angaben. Das hat drei Gründe: Manche Quellen zählen Sonderformen mit, manche berücksichtigen erst nachgereichte Pokémon aus Erweiterungen, und manche sind schlicht nicht aktuell.
Verbindlich ist der nationale Pokédex – die durchnummerierte Gesamtliste über alle Regionen hinweg.
Wie der Pokédex aufgebaut ist
Der Nationale Pokédex nummeriert alle Pokémon fortlaufend in der Reihenfolge ihrer Einführung. Daneben hat jedes Spiel einen eigenen Regionaldex, der nur die in dieser Region vorkommenden Arten enthält und bei eins beginnt. Dieselbe Art hat deshalb je nach Spiel zwei verschiedene Nummern.
Diese Doppelzählung ist der häufigste Grund für Verwirrung. Wer eine Nummer nennt, sollte dazusagen, ob sie aus dem Nationaldex oder aus dem Regionaldex stammt. In Nachschlagewerken ist meist der Nationaldex gemeint.
Hinzu kommen Einträge, die im Spiel nicht regulär erreichbar sind, etwa Pokémon aus zeitlich begrenzten Verteilaktionen. Sie haben trotzdem eine feste Nummer. Für die Gesamtzahl spielt das keine Rolle.
Die Typen
Jedes Pokémon hat einen oder zwei Typen, die bestimmen, welche Angriffe besonders wirksam sind. Seit der sechsten Generation gibt es achtzehn Typen; zuletzt kam der Feen-Typ hinzu, um übermächtige Drachen auszugleichen. Vorher waren es siebzehn.
Die Wirksamkeitstabelle ist der Kern des Kampfsystems und über die Generationen weitgehend stabil geblieben. Einzelne Änderungen betrafen vor allem Geist und Unlicht in den frühen Spielen. Wer die Tabelle kennt, gewinnt Kämpfe deutlich zuverlässiger.
Doppeltypen führen zu Kombinationen, bei denen sich Schwächen verstärken oder aufheben. Ein vierfacher Schaden entsteht, wenn beide Typen gegen denselben Angriff anfällig sind. Solche Kombinationen sind im Wettkampf entscheidend.
Wie neue Pokémon entstehen
Die Reihe wird von Game Freak entwickelt, die Rechte liegen bei The Pokémon Company, an der Nintendo, Game Freak und Creatures beteiligt sind. Neue Arten entstehen im Zusammenspiel von Designern, Planern und Grafikern über einen längeren Zeitraum. Viele Entwürfe schaffen es nie ins Spiel.
Die Gestaltung orientiert sich häufig an Tieren, Pflanzen, Gegenständen und regionalen Mythen. In Generationen, die an ein reales Land angelehnt sind, greifen die Entwürfe dessen Kultur auf. Das erklärt, warum sich der Stil zwischen den Generationen unterscheidet.
Namen werden für jede Sprachfassung eigens entwickelt und sind meist Wortspiele. Deutsche und englische Namen unterscheiden sich deshalb häufig deutlich. Die Nummer bleibt in allen Sprachen gleich.
Besondere Exemplare
Schillernde Pokémon, im Englischen Shiny genannt, haben eine abweichende Färbung, sind aber dieselbe Art und bekommen keine eigene Nummer. Ihre Wahrscheinlichkeit ist in den Hauptspielen sehr gering und wurde über die Generationen mehrfach angepasst. Für Sammler sind sie das eigentliche Ziel.
Daneben gibt es Formen, die sich nur im Kampf ändern, etwa durch Mega-Entwicklung oder ähnliche Mechaniken. Sie zählen nicht als eigene Arten, auch wenn sie eigene Werte und teilweise eigene Typen haben. Nach dem Kampf kehrt das Pokémon in seine Grundform zurück.
Regionalformen sind derselben Art zugeordnet, sehen aber anders aus und haben andere Typen. Auch sie teilen sich die Nummer mit der Grundform. Deshalb erhöhen sie die Gesamtzahl nicht.
Über die Spiele hinaus
Neben den Hauptspielen gibt es das Sammelkartenspiel, die Anime-Serie, Kinofilme, Mangas und zahlreiche Ableger. Nicht jedes Pokémon taucht überall auf, und manche wurden zuerst außerhalb der Spiele gezeigt. Das führt gelegentlich zu abweichenden Listen.
Im Sammelkartenspiel existieren zudem Karten, die dasselbe Pokémon in vielen Varianten zeigen. Diese Varianten sind Karten, keine Arten. Wer Karten zählt, kommt auf ein Vielfaches der Artenzahl.
In den Mobilspielen werden Pokémon nach und nach freigeschaltet, weshalb der dortige Bestand hinter dem der Hauptreihe zurückbleibt. Die Zahlen unterscheiden sich deshalb je nach Spiel. Ein Vergleich ist nur innerhalb desselben Titels sinnvoll.
Wo man verlässliche Zahlen findet
Die verlässlichste Quelle ist der offizielle Pokédex auf den Seiten der Pokémon Company, der den aktuellen Stand nach Generationen aufführt. Er wird mit jedem neuen Titel aktualisiert. Dort steht auch, welche Formen als eigene Einträge geführt werden.
Fan-Datenbanken sind oft ausführlicher, unterscheiden sich aber in der Zählweise, weil sie Formen und Varianten unterschiedlich behandeln. Wer Zahlen vergleicht, sollte deshalb immer die Zählregel mitlesen. Unterschiede von mehreren Dutzend sind so erklärbar.
Zahlen aus Artikeln ohne Datumsangabe sind mit Vorsicht zu genießen, weil sich der Bestand mit jeder Erweiterung ändert. Ein Text von vor zwei Jahren nennt zwangsläufig einen veralteten Wert. Ein Blick auf das Veröffentlichungsdatum lohnt sich immer.
Häufige Fragen
Welches war das erste Pokémon?
Im Pokédex steht Bisasam auf Nummer 1. Entworfen wurde allerdings Rhydon zuerst.
Wie viele gibt es in Pokémon GO?
Weniger als im Pokédex. Die Pokémon werden dort nach und nach freigeschaltet, meist generationsweise.
Kann man alle fangen?
In keinem einzelnen Spiel. Manche sind exklusiv für bestimmte Editionen, andere nur über Tausch erreichbar.
Wie heißt die Mehrzahl?
Pokémon – Ein- und Mehrzahl sind gleich. „Pokémons“ ist im Deutschen umgangssprachlich verbreitet, offiziell aber nicht vorgesehen.
Wie viele Typen gibt es?
Achtzehn, seit der Feen-Typ eingeführt wurde.
Zählen Regionalformen als eigene Pokémon?
Nein, sie teilen sich die Nummer mit der Grundform.
Sind Shiny-Pokémon eine eigene Art?
Nein, nur eine andere Färbung.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- Wie viele Pokémon-Karten gibt es? Über 20.000 verschiedene
- Wie viele Kommunen gibt es in Deutschland? Der Überblick
- Wie viele Weltmeere gibt es? Fünf Ozeane im Überblick
Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






