Wie viele Staffeln Game of Thrones gibt es? Acht Staffeln

Kurz gesagt: Game of Thrones hat acht Staffeln mit insgesamt 73 Folgen, ausgestrahlt zwischen 2011 und 2019. Die ersten sechs Staffeln haben je zehn Folgen, die siebte hat sieben und die achte nur sechs. Dazu kommt die Vorgeschichte „House of the Dragon“ als eigene Serie.

Die acht Staffeln

Die Serie startete 2011 und lief bis 2019, also über neun Jahre hinweg, wobei zwischen den letzten Staffeln jeweils längere Pausen lagen.

Staffel eins bis sechs bestehen aus jeweils zehn Folgen und wurden im Jahresrhythmus ausgestrahlt, meist im Frühjahr.

Die siebte Staffel wurde auf sieben Folgen gekürzt, die achte auf sechs — bei deutlich längerer Laufzeit der einzelnen Episoden.

Warum die letzten Staffeln kürzer sind

Die Produzenten begründeten die Kürzung mit dem gestiegenen Aufwand: Schlachtszenen und Drachensequenzen banden ein Vielfaches der Drehzeit früherer Folgen.

Zugleich näherte sich die Serie einem Abschluss, für den keine Buchvorlage mehr existierte, was die Erzählung veränderte.

Die letzte Folge kommt auf gut achtzig Minuten und ist damit fast doppelt so lang wie eine frühe Episode.

Die Zahl der Folgen im Detail

  • Staffel 1 bis 6: je 10 Folgen
  • Staffel 7: 7 Folgen
  • Staffel 8: 6 Folgen
  • Gesamt: 73 Folgen

Das Verhältnis zu den Büchern

Grundlage ist die Romanreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin, von der bislang fünf Bände erschienen sind.

Ab der sechsten Staffel überholte die Serie die Vorlage, weil der sechste Band bis heute nicht veröffentlicht wurde.

Ab diesem Punkt entwickelten die Serienautoren die Handlung selbst weiter, teils entlang von Hinweisen des Autors, teils eigenständig.

Die Reaktion auf das Ende

Die achte Staffel gehört zu den am meisten diskutierten Serienschlüssen überhaupt und wurde von einem großen Teil des Publikums abgelehnt.

Kritisiert wurden vor allem das Tempo, mit dem Figuren ihre Haltung änderten, und die Verdichtung mehrerer Handlungsstränge auf wenige Folgen.

Eine Petition zur Neuverfilmung der Staffel sammelte über eine Million Unterschriften, blieb aber ohne Folgen.

House of the Dragon

Die erste Ablegerserie startete 2022 und spielt rund zweihundert Jahre vor der Haupthandlung im Haus Targaryen.

Sie basiert auf dem Buch „Feuer und Blut“ und erzählt den Bürgerkrieg, der als „Tanz der Drachen“ bekannt ist.

Anders als bei Game of Thrones existiert hier eine abgeschlossene schriftliche Vorlage, an der sich die Serie orientieren kann.

Weitere Ableger

Angekündigt und teils in Produktion sind mehrere weitere Serien im selben Universum, darunter eine über die Abenteuer eines wandernden Ritters.

Ein bereits gedrehter Pilotfilm für eine andere Vorgeschichte wurde nach der Sichtung nicht weiterverfolgt und nie ausgestrahlt.

Für die Frage nach den Staffeln von Game of Thrones spielen die Ableger keine Rolle: Es bleiben acht.

Drehorte

Gedreht wurde unter anderem in Nordirland, Kroatien, Island, Malta, Spanien und Marokko, wobei Nordirland die feste Produktionsbasis war.

Mehrere Drehorte sind seither zu Touristenzielen geworden, darunter Dubrovnik als Kulisse für Königsmund.

In Nordirland entstand aus den Studiokulissen ein dauerhaftes Ausstellungszentrum, das Teile der Originalausstattung zeigt.

Auszeichnungen

Die Serie gewann über die Jahre eine große Zahl von Emmy-Auszeichnungen und gehört zu den meistprämierten Fernsehserien überhaupt.

Mehrere Darsteller erhielten Einzelauszeichnungen, darunter Peter Dinklage für die Rolle des Tyrion Lennister.

Auch die letzte Staffel wurde ausgezeichnet, was angesichts der Publikumsreaktion viel diskutiert wurde.

Wo man die Serie sieht

Die Serie ist über Streamingdienste und als Kaufversion verfügbar, wobei die Verfügbarkeit je nach Land unterschiedlich geregelt ist.

Wer die Reihenfolge sucht: Es gibt keine Sonderfolgen oder Zwischenteile, die Staffeln folgen einfach aufeinander.

House of the Dragon lässt sich unabhängig sehen, macht aber mehr Sinn, wenn die Haupthandlung bekannt ist.

Die Kosten je Folge

Die Produktionskosten stiegen über die Staffeln erheblich: Während frühe Folgen im niedrigen einstelligen Millionenbereich lagen, kosteten die Episoden der letzten Staffel ein Vielfaches davon. Grund waren vor allem die Schlachtszenen und die digitalen Drachen. Damit gehörte die Serie zu den teuersten Fernsehproduktionen ihrer Zeit.

Für die Folge mit der großen Nachtschlacht wurde über Wochen fast ausschließlich nachts gedreht, was Besetzung und Team an die Grenzen brachte. Das Ergebnis wurde für seine Dunkelheit kritisiert, die auf vielen Fernsehern kaum etwas erkennen ließ. Die Verantwortlichen verwiesen auf Kompression bei der Übertragung.

Solche Kosten erklären auch, warum die Staffeln kürzer wurden. Bei gleichbleibendem Budget lassen sich entweder viele einfache oder wenige aufwendige Folgen produzieren. Die Serie entschied sich für die zweite Variante.

Die Bedeutung für das Fernsehen

Game of Thrones gilt als eine der Serien, die das Fernsehen der 2010er Jahre geprägt haben, weil sie zeigte, dass ein Millionenpublikum bereit ist, einer komplexen Handlung mit vielen Figuren über Jahre zu folgen. Der Erfolg löste eine Suche nach vergleichbaren Fantasy-Stoffen aus. Mehrere Sender und Streamingdienste investierten daraufhin erhebliche Summen in eigene Großprojekte.

Zugleich war die Serie ein wöchentliches Gemeinschaftsereignis, das über soziale Netzwerke begleitet wurde. Diese Form der gemeinsamen Rezeption ist inzwischen seltener geworden, weil viele Dienste ganze Staffeln auf einmal veröffentlichen. Game of Thrones hielt bewusst am wöchentlichen Rhythmus fest.

Auch die Vermarktung setzte Maßstäbe, von Begleitpodcasts bis zu aufwendigen Ausstellungen. Vieles davon gehört heute zum Standard großer Serienstarts. Damals war es neu.

Die Sprachen der Serie

Für die Serie wurden mehrere Kunstsprachen entwickelt, darunter Dothrakisch und Valyrisch, die auf wenigen Wörtern aus den Büchern aufbauen. Ein Sprachwissenschaftler baute daraus vollständige Systeme mit Grammatik und Wortschatz. Diese Sprachen werden in den Folgen tatsächlich gesprochen und untertitelt.

Für die Darsteller bedeutete das erheblichen Aufwand, weil sie Texte in einer Sprache lernen mussten, die sie nicht verstanden. Emilia Clarke sprach über mehrere Staffeln hinweg umfangreiche Passagen auf Dothrakisch. Die Sprachen haben inzwischen eigene Lernangebote im Netz.

Auch House of the Dragon setzt Valyrisch ein, dort vor allem im Haus Targaryen. Der Aufwand hat sich damit über die Hauptserie hinaus gelohnt. Solche Kunstsprachen sind im Fernsehen bis heute die Ausnahme.

Häufige Fragen

Wie viele Staffeln hat Game of Thrones?

Acht.

Wie viele Folgen sind das?

73.

Wann lief die Serie?

Von 2011 bis 2019.

Warum sind die letzten Staffeln kürzer?

Wegen des gestiegenen Produktionsaufwands.

Gibt es eine Buchvorlage für das Ende?

Nein, der sechste Band ist nicht erschienen.

Was ist House of the Dragon?

Eine Vorgeschichte als eigene Serie.

Wie viele Bücher gibt es?

Bislang fünf.

Wo wurde gedreht?

Vor allem in Nordirland, Kroatien und Island.

Was kostete eine Folge?

In den letzten Staffeln ein Vielfaches der frühen Folgen.

Welche Sprachen wurden erfunden?

Dothrakisch und Valyrisch.

Quellen

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Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.

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