Inhalt
Kurz gesagt: Von „Gregs Tagebuch“ sind inzwischen rund zwanzig Hauptbände erschienen, und weil jedes Jahr im Herbst ein neuer dazukommt, wächst die Zahl weiter. Dazu gibt es mehrere Ableger aus der Sicht von Gregs Freund Rupert sowie Do-it-yourself-Bände. Verfilmt wurden bislang mehrere Bände als Realfilme und Animationsfilme.
Wie die Reihe entstand
Jeff Kinney veröffentlichte die Geschichte zunächst kapitelweise auf einer Kinderwebsite, wo sie über Jahre kostenlos zu lesen war und Millionen Aufrufe erreichte. Erst danach erschien 2007 der erste gedruckte Band. Der Erfolg im Buchhandel übertraf alle Erwartungen des Verlags.
Das Format aus handschriftlich wirkendem Text und Strichzeichnungen war zu dieser Zeit neu und sprach gezielt Kinder an, die sonst wenig lesen. Genau diese Gruppe machte die Reihe groß. Lehrkräfte und Büchereien griffen sie auf, weil sie Leseanfänger erreichte.
Kinney arbeitete ursprünglich als Spieleentwickler und zeichnete die Bücher nebenher. Nach dem Erfolg wurde daraus sein Hauptberuf. Bis heute schreibt und zeichnet er die Reihe selbst.
Der Rhythmus der Bände
Seit dem ersten Band erscheint fast jedes Jahr im Herbst ein neuer Teil, meist im Oktober oder November und rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Dieser Rhythmus ist so verlässlich, dass sich der Buchhandel darauf einstellt. Nur in einzelnen Jahren gab es Abweichungen.
Die deutschen Ausgaben erscheinen mit geringem Abstand zur Originalausgabe im selben Verlag. Die Übersetzung stammt durchgehend von derselben Person, was den einheitlichen Ton erklärt. Auch die Gestaltung folgt der Originalausgabe.
Weil jedes Jahr ein Band dazukommt, ist jede Zahlenangabe eine Momentaufnahme. Wer eine genaue Zahl braucht, prüft den aktuellen Stand beim Verlag. Dort sind alle lieferbaren Bände gelistet.
Worum es geht
Greg Heffley ist ein Junge in der Mittelstufe, der sein Leben in einem Tagebuch festhält, das er ausdrücklich nicht als Tagebuch bezeichnet haben will. Er hält sich für unterschätzt und scheitert regelmäßig an seinen eigenen Plänen. Genau daraus bezieht die Reihe ihren Humor.
Wiederkehrende Figuren sind sein bester Freund Rupert, sein älterer Bruder Rodrick und sein kleiner Bruder Manni. Die Familienkonstellation bleibt über alle Bände hinweg stabil. Auch Greg selbst altert praktisch nicht.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen und lässt sich unabhängig lesen. Anspielungen auf frühere Ereignisse gibt es, sie sind aber nie notwendig. Das macht den Einstieg an jeder Stelle möglich.
Die Ableger
- Bände aus der Sicht von Rupert, Gregs bestem Freund
- Do-it-yourself-Bücher zum Selberschreiben
- Begleitbücher zu den Verfilmungen
- Sammelausgaben mehrerer Bände
Diese Titel gehören zur Reihe, zählen aber nicht zu den nummerierten Hauptbänden. Wer die Reihe vollständig sammeln will, sollte darauf achten. Im Handel werden sie teilweise gemeinsam geführt.
Die Verfilmungen
Ab 2010 entstanden mehrere Realfilme, die die ersten Bände adaptieren und mit jugendlichen Darstellern besetzt sind. Weil Kinderdarsteller schnell altern, war die Fortsetzung der Reihe schwierig. Für einen späteren Teil wurde die gesamte Besetzung ausgetauscht.
Später folgten Animationsfilme, die dem Zeichenstil der Bücher deutlich näher kommen und dieses Problem umgehen. Sie erschienen direkt für einen Streamingdienst. Weitere Teile sind in Produktion.
Die Filme halten sich grob an die Vorlagen, kürzen aber Nebenhandlungen. Für Leser der Bücher sind sie eine Ergänzung, kein Ersatz. Umgekehrt funktionieren sie auch ohne die Bücher.
Die Reihenfolge
Die Bände sind durchnummeriert, sodass die Reihenfolge eindeutig ist; die deutschen Ausgaben tragen die Nummer auf dem Buchrücken. Für den Lesefluss ist die Reihenfolge trotzdem nicht zwingend. Viele Kinder lesen durcheinander.
Wer chronologisch lesen will, beginnt mit dem ersten Band von 2007. Die Ableger passen zeitlich jeweils zu bestimmten Hauptbänden. Der Verlag gibt dazu Hinweise auf den Umschlägen.
Für Sammlungen empfiehlt sich die Nummerierung, weil Titel im Deutschen frei übersetzt wurden und nicht immer dem Original entsprechen. Die Nummer bleibt eindeutig. Danach lässt sich zuverlässig sortieren.
Warum die Reihe funktioniert
Die Kombination aus kurzen Textabschnitten und Zeichnungen senkt die Hürde für Kinder, die sich mit reinen Textbüchern schwertun. Jede Doppelseite bietet einen Abschluss. Das erzeugt schnelle Erfolgserlebnisse beim Lesen.
Inhaltlich trifft die Reihe Alltagserfahrungen aus Schule und Familie, die international verständlich sind. Kulturelle Anpassungen waren kaum nötig. Die Bücher erscheinen in Dutzenden Sprachen.
Kritisiert wird gelegentlich, dass Greg sich wenig weiterentwickelt und selten aus Fehlern lernt. Das ist erzählerisch beabsichtigt. Für die Zielgruppe funktioniert es offensichtlich.
Der Titel im Deutschen
Im Original heißt die Reihe „Diary of a Wimpy Kid“, was sich am ehesten mit Tagebuch eines Weicheis übersetzen ließe und deutlich härter klingt als der deutsche Titel. Der Verlag entschied sich stattdessen für „Gregs Tagebuch“ mit erklärenden Untertiteln. Diese Untertitel weichen häufig vom Original ab.
Das führt dazu, dass sich einzelne Bände zwischen deutscher und englischer Ausgabe schwer zuordnen lassen, wenn man nur den Titel kennt. Die Bandnummer bleibt dagegen identisch. Wer international sucht, sollte deshalb nach der Nummer gehen.
Auch die Covergestaltung folgt dem Original, wobei die Farben zwischen den Ausgaben leicht abweichen können. Für Sammler ist das relevant, weil sich Auflagen dadurch unterscheiden. Inhaltlich ändert sich nichts.
Der Einfluss auf das Kinderbuch
Nach dem Erfolg der Reihe erschienen zahlreiche Bücher mit ähnlichem Aufbau aus handschriftlich wirkendem Text und Zeichnungen, häufig ebenfalls als Tagebuch angelegt. Der Buchhandel führt inzwischen ein eigenes Segment für dieses Format. Für Leseanfänger hat sich das als wirksam erwiesen.
Bibliotheken und Schulen setzen solche Bücher gezielt ein, um Kinder zu erreichen, die reine Textbücher ablehnen. Studien zur Leseförderung verweisen dabei auf den niedrigen Einstieg. Kritiker halten dagegen, dass der Anspruch gering bleibt.
Unstrittig ist, dass die Reihe Millionen Kinder zum Lesen gebracht hat, die vorher wenig gelesen haben. Für viele war Greg das erste selbst gelesene Buch. Aus Sicht der Leseförderung ist das der entscheidende Punkt.
Häufige Fragen
Wie viele Gregs Tagebücher gibt es?
Rund zwanzig Hauptbände, jedes Jahr kommt einer dazu.
Wann erschien der erste Band?
2007.
Wer schreibt die Reihe?
Jeff Kinney.
Wann erscheinen neue Bände?
Meist im Herbst.
Gibt es Ableger?
Ja, unter anderem aus Ruperts Sicht.
Muss man der Reihenfolge folgen?
Nein, jeder Band ist abgeschlossen.
Wie viele Filme gibt es?
Mehrere Realfilme und Animationsfilme.
Für welches Alter ist die Reihe?
Für Kinder etwa ab acht Jahren.
Wie heißt die Reihe im Original?
Diary of a Wimpy Kid.
Warum ähneln sich viele Kinderbücher dem Format?
Der Erfolg hat ein eigenes Buchsegment begründet.
Quellen
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Geschrieben von Bella, Redaktion frageecke.de — sie schreibt hier über Alltagsfragen und ihre Antworten.






